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PKV oder GKV für Beamte: Welche Krankenversicherung lohnt sich?

Steht deine Verbeamtung vor der Tür – und damit die Frage: PKV oder GKV? Als Beamter kannst du frei wählen, ob du dich gesetzlich oder privat krankenversicherst. Dein Dienstherr übernimmt durch die individuelle Beihilfe bei der Wahl einer PKV 50–70 % deiner Krankheitskosten. Für die meisten Beamten ist die PKV dadurch günstiger als die GKV. Aber es gibt Ausnahmen. Hier findest du, wann welche Option für dich die richtige ist.

Geschätzte Lesezeit: 7 Minuten
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Sven Bruns

PKV-Beamtenspezialist
19 Jahre Erfahrung | 8.000+ versicherte Beamte
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Inhaltsverzeichnis
Das Wichtigste auf einen Blick
  • Beamte können frei wählen: PKV oder GKV – unabhängig von ihrer Besoldung.
  • In der PKV übernimmt dein Dienstherr 50–70 % deiner Krankheitskosten. In der GKV gibt es einen Zuschuss von maximal 50 % – und das nur in 9 Bundesländern.
  • Bei Teilzeit, vielen Kindern oder Vorerkrankungen ist die Entscheidung weniger eindeutig – hier lohnt sich ein individueller Vergleich zwischen GKV und PKV besonders.

PKV oder GKV für Beamte: Die Grundlagen

Beamte Krankenversicherung – privat oder gesetzlich? Würfel mit den Buchstaben PKV vs. GKV

Private oder gesetzliche Krankenversicherung? Beamte haben hier grundsätzlich die Wahl – unabhängig von ihrer Besoldung. Angestellte dürfen dagegen erst ab einer gewissen Einkommensgrenze in die PKV wechseln.

Der Beitrag zur GKV richtet sich nach den Einnahmen. Dazu zählen die Besoldung – aber auch beispielsweise Miet- und Zinseinnahmen.

Die Besonderheit: Nur in 9 Bundesländern erhalten Beamte einen Zuschuss zur GKV. In allen anderen Ländern und beim Bund müssen Beamte den vollen GKV-Beitrag selbst zahlen.

Anders als die GKV richtet sich dein PKV-Beitrag nicht nach deinem Einkommen, sondern nach Eintrittsalter, Gesundheitszustand, Beihilfeanspruch und der Tarifwahl.

Laut PKV-Verband entscheiden sich 93 Prozent der Beamten für die PKV.

Mehr dazu:
Gesetzliche Krankenversicherung für Beamte
Private Krankenversicherung für Beamte

Was kostet die PKV – und was die GKV?

Als Beamte in die private oder gesetzliche Krankenversicherung? Kosten in Form von Gesundheitskarten mit Münzen und Geldschein

Wie groß der Unterschied sein kann, zeigt folgendes Beispiel:

28-jähriger Beamter, kinderlos
Beihilfeanspruch: 50 Prozent (keine Kinder)
Besoldung: 5.046,30 € Brutto
Ärztliche Diagnosen: keine
Selbstbehalt: keiner (PKV)
Krankenhausaufenthalt: Einbettzimmer mit Behandlung durch Privatarzt (PKV)
Beihilfeergänzungstarif: Ja (PKV)
Pflegeversicherung: Ja

PKVGKV ohne pauschale BeihilfeGKV mit pauschaler Beihilfe
Beitrag im Monat310-456 €963,34 €542,48 €
Ersparnis PKVbis zu 653 €bis zu 232 €

GKV-Berechnung auf Basis der Beitragssätze der Techniker Krankenkasse. PKV Beiträge berechnet mit PSP Software GmbH, Stand 04/2026.

→ Weitere Rechenbeispiele & alle Tarife im Vergleich: Was kostet eine private Krankenversicherung für Beamte

Dein Ergebnis kann anders aussehen – je nach Alter, Bundesland und Kinderzahl. Lass mich deine Situation kostenlos für dich vergleichen.

Was leistet die PKV – und was die GKV?

Private oder gesetzliche Krankenversicherung für Beamte – Hände halten medizinische Symbole

In der GKV ist der Leistungsumfang einheitlich geregelt: Sie übernimmt, was medizinisch notwendig ist. Brillen werden für Erwachsene in der Regel nicht übernommen, beim Zahnersatz gibt es nur einen Festzuschuss. Extras wie Einzelzimmer oder Chefarztbehandlung sind nicht enthalten.

In der PKV wählst du selbst – zum Beispiel:

  • Freie Arzt- und Fachwahl
  • Einzelzimmer + Chefarztbehandlung im Krankenhaus
  • Umfangreiche Zahnversorgung
  • Übernahme der Kosten für Brillen & Kontaktlinsen
  • Alternative Heilmethoden (je nach Tarif)

→ Weitere Informationen findest du hier: PKV-Leistungen für Beamte im Detail

PKV oder GKV für Beamte: Der direkte Vergleich

Beamter recherchiert am Laptop zur Frage: Krankenversicherung für Beamte gesetzlich oder privat?

Alle wichtigen Unterschiede auf einen Blick:

KriteriumPKV
GKV
BeitragshöheAbhängig von Alter/Gesundheit, individueller BeihilfesatzEinkommensabhängig nur in bestimmten Bundesländern mit Zuschuss
BeihilfeImmer Anspruch auf individuelle Beihilfe (bis zu 70% – in Sachsen bis 90%)Nur, wenn das Bundesland die pauschale Beihilfe anbietet (max. 50%)
FamilienmitgliederJedes Mitglied erhält einen eigenen VertragUnter bestimmten Voraussetzungen ist eine beitragsfreie Familienversicherung möglich
LeistungsumfangIndividuell wählbar; oft bessere LeistungenEinheitlicher Standard
Beitrag im AlterAltersrückstellungen kommen zum Tragen, hoher Beihilfesatz (in der Regel 70%)Abhängig von den Einnahmen
VorerkrankungenZuschläge/Ablehnung möglichKeine Risikozuschläge
Abrechnung der ÄrzteÜber die Beihilfe und PKV (in der Regel digital)Direkt über die GKV

Fazit: PKV oder GKV – wann lohnt sich was für Beamte?

Abschluss einer Krankenversicherung für Beamte – gesetzlich oder privat? Beamtin füllt Versicherungsvertrag aus

Keine Entscheidung passt für alle. Diese Übersicht zeigt, wann welche Option für dich sinnvoll ist:

Situation des BeamtenBesser geeignet für…
Besoldungsgruppen A12,A13 und höherOftmals bietet sich eine PKV an
Besoldungsgruppen A9-A11 ohne pauschale Beihilfe
Oftmals bietet sich eine PKV an
Besoldungsgruppen A7-A8 ohne pauschale Beihilfe
GKV / PKV individuell vergleichen
Besoldungsgruppen A7-A11 mit pauschaler Beihilfe
GKV/PKV individuell vergleichen
Teilzeit, unabhängig von der BesoldungGKV/PKV individuell vergleichen
3 oder mehr Kinder, die PKV versichert werden müssen (unabhängig von der Besoldung)GKV/PKV individuell vergleichen
chronische VorerkrankungenGKV / PKV individuell vergleichen

Letztlich lässt sich keine pauschale Aussage treffen. Lass deine persönliche Situation kostenlos für dich durchrechnen: Kostenloser Vergleich

Häufig gestellte Fragen

Nein, eine Pflicht zur PKV gibt es nicht. Du kannst dich auch freiwillig gesetzlich versichern. In diesem Fall gibt es jedoch nur in 9 Bundesländern einen Zuschuss zur GKV.

→ Alle Details: PKV-Pflicht für Beamte? 

Grundsätzlich ist ein Wechsel von der gesetzlichen in die private Krankenversicherung für Beamte jederzeit möglich, da keine Einkommensgrenzen gelten. Ein späterer Wechsel in die PKV kann allerdings teurer  werden – da Alter und Gesundheitszustand ins Gewicht fallen. Bei
Vorerkrankungen kann es zu Risikozuschlägen oder einer Ablehnung kommen.

In die GKV zurückwechseln kannst du hingegen meist nur unter bestimmten Voraussetzungen – etwa wenn du zu dem Zeitpunkt als Angestellter unter der Versicherungspflichtgrenze verdienst und unter 55 Jahre alt bist.

Hast du dich für eine GKV im Rahmen der pauschalen Beihilfe entschieden, ist ein Wechsel in die PKV mit individueller Beihilfe nicht möglich.

In der GKV können Kinder und nicht berufstätige Ehepartner unter bestimmten Voraussetzungen beitragsfrei mitversichert werden.

In der PKV benötigt jedes Familienmitglied einen eigenen Vertrag. Für Kinder von Beamten gilt jedoch ein Beihilfesatz von 80 % (Ausnahme Hessen und Sachsen).

→ Mehr erfährst du hier: Kinder von Beamten – PKV oder GKV?

 

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Sven Bruns
Dein Beamtenspezialist

Ich bin Sven Bruns, unabhängiger PKV-Spezialist für Beamte, Beamtenanwärter und Referendare. Mit 19 Jahren Erfahrung habe ich über 8.000 Beamte bei der Wahl ihrer privaten Krankenversicherung begleitet. Meine Kunden schätzen meine Erreichbarkeit (5,0), Fachkompetenz (4,99) und meinen Erklärungsfokus (4,99) – wie die 305 Bewertungen auf ProvenExpert zeigen.