Wird mein Beitrag in der privaten Krankenversicherung erhöht, wenn ich später krank werde?
Einige neue Fragen haben mich in den vergangenen Tagen per E-Mail erreicht. Darunter auch die Frage einer zukünftigen Beamtin, ob der Beitrag der PKV im Falle einer Krankheit im Laufe des Lebens stark ansteigt. Gerne möchte ich darauf heute antworten und dir alle Informationen rund um das Thema Beitragssteigerungen in der privaten Krankenversicherung für Beamte geben.
4,97 / 5
306 Bewertungen ProvenExpert
8.000+
versicherte
Beamte
19
Jahre
Erfahrung
150+
Tarife
im Vergleich



Sven Bruns & Team
0541 44 90 060 · Mo–Fr 8–18 Uhr
Schritt 1 von 3 ·
30 Sek.
Dein passender PKV-Tarif
In drei Schritten zu deinem persönlichen Vergleich. Anonym gegenüber Versicherern.
Wie ist dein zukünftiger Berufsstatus?
SSL
Keine Weitergabe an Versicherer
Kostenfrei
In 30 Sek. zum Vergleich.
Anonym gegenüber Versicherern, kostenfrei. Wir prüfen über 40 Gesellschaften für dich.
4,97 / 5 · 306 Bew.
Dein Einstiegsalter
Dein Gesundheitszustand
Dein Beihilfesatz
Dein gewünschter Leistungsumfang
Einige neue Fragen haben mich in den vergangenen Tagen per E-Mail erreicht. Darunter auch die Frage einer zukünftigen Beamtin, ob der Beitrag der PKV im Falle einer Krankheit im Laufe des Lebens stark ansteigt.
Gerne möchte ich darauf heute antworten und dir alle Informationen rund um das Thema Beitragssteigerungen in der privaten Krankenversicherung für Beamte geben.
Solltest auch du Fragen haben, nimm jederzeit gerne mit mir Kontakt auf.
Unter welchen Voraussetzungen dürfen private Krankenversicherungen für Beamte die Beiträge erhöhen?
Zunächst ist es empfehlenswert, vor dem Antrag auf eine PKV für Beamte oder Beamtenanwärter sehr genau die Beiträge und Leistungen der einzelnen Angebote am Markt zu vergleichen. Dabei macht es Sinn, auch einen Blick auf die betriebswirtschaftliche Stärke der verschiedenen Krankenversicherungsgesellschaften zu werfen.
Entscheide dich am besten von Anfang an für den passenden Krankenversicherungstarif und vermeide unbedingt im Laufe der Jahre ständige Versicherungswechsel. Diese treiben deinen Krankenversicherungsbeitrag langfristig zumeist enorm in die Höhe.
Dazu sei angemerkt, dass es keine pauschale Aussage dazu gibt, welche private Krankenversicherung für Beamte für dich am besten ist. Aufgrund der Bedingungswerke gilt es, dies individuell zu prüfen, da nahezu jeder Tarif Vor- und Nachteile hat.
Verlass dich deshalb bei der Wahl deines Beamtentarifes niemals ausschließlich auf Testresultate oder die Meinung deiner Kollegen. Dazu ist die Gesundheitsabsicherung zu wichtig.
Finde heraus, welche tariflichen Vorzüge dir persönlich besonders wichtig sind und welche Nachteile im Tarif keinesfalls enthalten sein sollten. Dies ist ein simpler Weg, um die Auswahl der für dich infrage kommenden Angebote schnell einzugrenzen. Nutze dazu auch meine Checkliste zum Leistungsvergleich der privaten Krankenversicherungen für Beamte.
Nimm dir die Zeit und Ruhe, um die passende Krankenversicherung zu finden. Nutze einen unverbindlichen PKV-Vergleich für Beamte, um dir einen transparenten Marktüberblick zu verschaffen, und ziehe bei Bedarf auch einen unabhängigen Krankenversicherungsexperten für Beamte hinzu.
Bedenke immer, dass jeder spätere Wechsel sich negativ für dich auswirken kann. In diesem Fall wird dein Einstiegsalter und dein Gesundheitszustand komplett neu bewertet. In deinem bestehenden Vertrag hingegen spielen diese beiden Faktoren nach Vertragsbeginn in Zukunft keine Rolle mehr.
Individuelle Beitragssteigerungen bei laufenden Verträgen dürfen nur bei einer „vorvertraglichen Anzeigepflichtsverletzung“ vorgenommen werden
Damit beantworte ich zugleich die ursprüngliche Frage: Die privaten Krankenversicherungen beurteilen deinen Gesundheitszustand bei der Antragstellung und dürfen „Vorerkrankungen“ der vorherigen Jahre beim Antrag durch Risikozuschläge (Mehrbeiträge) bewerten. Während deines laufenden Krankenversicherungsvertrages darf deine PKV keine Beitragsanpassungen aufgrund bei dir auftretender Krankheiten vornehmen.
Dies bedeutet allerdings nicht, dass es zu keinen Beitragssteigerungen kommen wird. Diese sind jedoch nicht individuell, sondern betreffen alle im entsprechenden Tarif Versicherten.
Ausschließlich bei einer nachgewiesenen „vorvertraglichen Anzeigepflichtverletzung“ dürfte deine PKV auch deinen Vertrag nachträglich durch Risikozuschläge erhöhen oder sogar kündigen. Eine solche Verletzung tritt ein, wenn du es beim Antrag versäumt hast, bestimmte gesundheitliche Diagnosen aus den Vorjahren zu benennen, die bei deinen Ärzten aktenkundig sind.
Im Rahmen der „vorvertraglichen Anzeigepflicht“ bist du verpflichtet, beim Antrag auf eine private Krankenversicherung für Beamte im abgefragten Zeitraum alle Diagnosen anzugeben, die in deinen ärztlichen Krankenakten stehen. Dabei ist es irrelevant, ob du Kenntnis von exakt diesen Diagnosen hast oder diese lediglich vom Arzt in seinen Unterlagen vermerkt wurden.
Entscheidend sind die Angaben aus den Krankenakten. Genau diese unterschreibst du auch bei deinem Antrag. Zugleich willigst du ein, dass die Krankenversicherungsgesellschaft im Laufe deines Vertrages Auskünfte von deinen Ärzten und deiner bisherigen Krankenkasse einholen darf.
Kommt es im Vertragsverlauf zu bestimmten ärztlichen Diagnosen auf deinen Rechnungen, die aus Sicht der Krankenversicherung evtl. auch schon vor dem Antrag bekannt waren, so darf deine PKV recherchieren, ob dies der Fall war oder nicht. Ergibt sich daraus, dass die „Vorerkrankung“ wirklich schon im abgefragten Zeitraum vor deiner Antragstellung diagnostiziert wurde, handelt es sich um eine „vorvertragliche Anzeigepflichtverletzung“.
Ausschließlich in einer solchen Situation hat deine Privatversicherung das Recht, deinen individuellen Tarifbeitrag durch einen neuen Risikozuschlag zu erhöhen oder sogar die Kündigung für deinen Vertrag auszusprechen. Worauf es exakt bei den Gesundheitsangaben ankommt und welche Angaben für die Krankenversicherungsverträge bedeutend sind, liest du hier.
Kommt es zu keiner „vorvertraglichen Anzeigepflichtverletzung“, werden deine im Vertragsverlauf anfallenden Krankheiten nicht individuell bemessen. Fallen bei dir über Jahre hinweg nur wenige Arztkosten an, so wird dein Vertrag dennoch genauso angepasst wie bei allen anderen Tarif-Mitgliedern, die beispielsweise leider schwerer erkrankt sind.
Diese Beitragsüberprüfungen werden nach gesetzlich vorgeschriebenen Grundlagen durch einen unabhängigen Treuhänder vorgenommen. Kommt es im Zuge dieser jährlichen Prüfung zu einer Abweichung der kalkulierten und tatsächlichen Kosten von mehr als 7 Prozent (bzw. weicht die Sterbewahrscheinlichkeit um mehr als 5 Prozent ab), muss ggf. eine Beitragsanpassung vorgenommen werden. Gleichzeitig wird die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht informiert.
Welche Gründe gibt es für Beitragssteigerungen in der privaten Krankenversicherung für Beamte?
Für Beitragserhöhungen gibt es vielfältige Gründe. Zu diesen gehören u. a.:
Steigende „medizinische Inflation“
Die allgemeine Inflationsrate ist nicht mit der sog. medizinischen Inflation vergleichbar. Diese spiegelt die Kostensteigerungen im Gesundheitswesen wider, welche vor allem durch den medizinischen Fortschritt zu begründen sind.
Privatpatienten profitieren natürlich besonders vom medizinischen Fortschritt, da auch die neuesten medizinisch-technischen Hilfsmittel, alle anerkannten Medikamente und fortgeschrittene Behandlungsmethoden in den meisten Tarifen der privaten Krankenversicherungen dem Patienten zur Verfügung stehen. Dieser Fortschritt ist natürlich auch mit steigenden Kosten verbunden.
Niedriger Rechnungszins
Die privaten Krankenversicherungsgesellschaften sind verpflichtet, Altersrückstellungen in den Tarifen zu bieten.
In Phasen niedriger Zinsen am Markt ist es natürlich schwierig, eine entsprechende Verzinsung für die Rückstellungen zu erzielen. Dadurch kann es zur Absenkung des Rechnungszinses im Rahmen der Tarifkalkulation kommen. Um auch in Zukunft die Altersrückstellungen in der erforderlichen Höhe bereitstellen zu können, müssen die Zinsausfälle durch eine Erhöhung des Sparanteils ausgeglichen werden.
Selbstverständlich können noch weitere Gründe eine Beitragsanpassung verursachen, wie beispielsweise die erhöhte Lebenserwartung.
Beitragsanpassungen wirst du bei keiner privaten Krankenversicherung für Beamte im Laufe der Jahre vermeiden können. Wichtig ist, dass du keine vorschnellen Schlüsse daraus ziehst und verärgert die PKV wechselst.
Bei jedem Wechsel musst du die Gesundheitsfragen komplett neu beantworten und es kann durch hinzukommende „Vorerkrankungen“ zu Risikozuschlägen kommen, sodass ein Wechsel unattraktiv ist. Zudem ist dein Einstiegsalter gestiegen und du solltest sehr genau prüfen, wie die Beitragssteigerungen deiner Krankenversicherung über einen längeren Zeitraum (z. B. 10 Jahre) aussehen. Letztlich gilt es, neben den Beiträgen natürlich auch die Leistungen zu vergleichen.
Eine Beitragsersparnis bringt dir also nichts, wenn du dadurch auf wichtige Leistungen verzichten musst oder der neue Versicherer nur wenige Monate später oder zum nächsten Jahreswechsel die Beiträge ebenso erhöht.
Fazit
Beitragsanpassungen sind in der privaten Krankenversicherung langfristig unvermeidbar, ebenso wie in der gesetzlichen Krankenkasse. Jedoch dürfen diese auch in der PKV nicht willkürlich vorgenommen werden.
Überhaupt keine Rolle spielen dabei Erkrankungen, die während der Vertragslaufzeit aufkommen. Allerdings dürfen die Privatversicherungen ärztliche Diagnosen bewerten, die in einem gewissen Zeitraum schon vor dem Antrag bestanden. Diese können zu Mehrbeiträgen in Form von Risikozuschlägen zu Vertragsbeginn führen.
Danach gelten Beitragserhöhungen dann für alle Mitglieder des entsprechenden PKV-Tarifes. Es darf von den Gesellschaften nicht mehr unterschieden werden, welche Kosten durch den einzelnen Beamten aufgekommen sind.
Im Falle einer Beitragsanpassung empfehle ich, immer besonnen zu reagieren und diese zu analysieren. Übereilte Reaktionen, wie ein PKV-Wechsel aus dem Ärger über den höheren Monatsbeitrag heraus, bewirken auf Dauer oftmals genau das Gegenteil: Im Zuge des neuen Vertrags wird dein Gesundheitszustand völlig neu bewertet und auch dein ursprüngliches Einstiegsalter geht verloren.
Wirf lieber zunächst einen gründlichen Blick auf die durchschnittlichen Tariferhöhungen deiner Krankenversicherungsgesellschaft über einen längeren Zeitraum. Dadurch stellst du fest, ob die Anpassungen völlig im Rahmen sind oder oberhalb des Marktdurchschnitts liegen.
Durch den Vergleich einer privaten Krankenversicherung für Beamte erhältst du einen solchen neutralen Marktüberblick völlig kostenfrei und unverbindlich. Im besten Fall entscheidest du dich mit deiner Verbeamtung von Beginn an für die private Krankenversicherung, die am besten zu deinen individuellen Bedürfnissen passt.
Über 8.000 Beamte haben uns ihre Entscheidung anvertraut.
Mach es ihnen nach: kostenfrei, unverbindlich, keine Anrufe von Versicherern.
Mo–Fr · 8–18 Uhr · svenbruns@versicherungsvergleich-beamte.de

Dein Beamtenspezialist
Ich bin Sven Bruns, unabhängiger PKV-Spezialist für Beamte, Beamtenanwärter und Referendare. Mit 19 Jahren Erfahrung habe ich über 8.000 Beamte bei der Wahl ihrer privaten Krankenversicherung begleitet. Meine Kunden schätzen meine Erreichbarkeit (5,0), Fachkompetenz (4,99) und meinen Erklärungsfokus (4,99), wie die 306 Bewertungen auf ProvenExpert zeigen.
4,97 / 5 · 306 Bew.
8.000+ Beamte
19 Jahre Erfahrung
