PKV oder GKV für Beamte: Welche Krankenversicherung lohnt sich?
Steht deine Verbeamtung vor der Tür, und damit die Frage: PKV oder GKV? Als Beamter kannst du frei wählen, ob du dich gesetzlich oder privat krankenversicherst.
Dein Dienstherr übernimmt durch die individuelle Beihilfe bei der Wahl einer PKV 50–70 % deiner Krankheitskosten. Für die meisten Beamten ist die PKV dadurch günstiger als die GKV. Aber es gibt Ausnahmen.
Hier findest du, wann welche Option für dich die richtige ist.
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Das Wichtigste auf einen Blick
Beamte können frei wählen: PKV oder GKV, unabhängig von ihrer Besoldung.
In der PKV übernimmt dein Dienstherr 50–70 % deiner Krankheitskosten. In der GKV gibt es einen Zuschuss von maximal 50 %, und das nur in 11 Bundesländern.
Bei Teilzeit, vielen Kindern oder Vorerkrankungen ist die Entscheidung weniger eindeutig. Hier lohnt sich ein individueller Vergleich zwischen GKV und PKV besonders.
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PKV oder GKV für Beamte: Die Grundlagen

Private oder gesetzliche Krankenversicherung? Beamte haben hier grundsätzlich die Wahl, unabhängig von ihrer Besoldung. Angestellte dürfen dagegen erst ab einer gewissen Einkommensgrenze in die PKV wechseln.
Der Beitrag zur GKV richtet sich nach den Einnahmen. Dazu zählen die Besoldung, aber auch beispielsweise Miet- und Zinseinnahmen.
Die Besonderheit: Nur in 11 Bundesländern erhalten Beamte einen Zuschuss zur GKV. In allen anderen Ländern und beim Bund müssen Beamte den vollen GKV-Beitrag selbst zahlen.
Anders als die GKV richtet sich dein PKV-Beitrag nicht nach deinem Einkommen, sondern nach Eintrittsalter, Gesundheitszustand, Beihilfeanspruch und der Tarifwahl.
Laut PKV-Verband entscheiden sich 93 Prozent der Beamten für die PKV.
Mehr dazu:
→ Gesetzliche Krankenversicherung für Beamte
→ Private Krankenversicherung für Beamte
Was kostet die PKV, und was die GKV?

Wie groß der Unterschied sein kann, zeigt folgendes Beispiel:
28-jähriger Beamter, kinderlos
Beihilfeanspruch: 50 Prozent (keine Kinder)
Besoldung: 5.046,30 € brutto
Ärztliche Diagnosen: keine
Selbstbehalt: keiner (PKV)
Krankenhausaufenthalt: Einbettzimmer mit Behandlung durch Privatarzt (PKV)
Beihilfeergänzungstarif: Ja (PKV)
Pflegeversicherung: Ja
| PKV | GKV ohne pauschale Beihilfe | GKV mit pauschaler Beihilfe | |
|---|---|---|---|
| Beitrag im Monat | 310–456 € | 963,34 € | 542,48 € |
| Ersparnis PKV | – | bis zu 653 € | bis zu 232 € |
GKV-Berechnung auf Basis der Beitragssätze der Techniker Krankenkasse. PKV-Beiträge berechnet mit PSP Software GmbH, Stand 04/2026.
→ Weitere Rechenbeispiele & alle Tarife im Vergleich: Was kostet eine private Krankenversicherung für Beamte
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Was leistet die PKV, und was die GKV?

In der GKV ist der Leistungsumfang einheitlich geregelt: Sie übernimmt, was medizinisch notwendig ist. Brillen werden für Erwachsene in der Regel nicht übernommen, beim Zahnersatz gibt es nur einen Festzuschuss. Extras wie Einzelzimmer oder Chefarztbehandlung sind nicht enthalten.
In der PKV wählst du selbst, zum Beispiel:
- Freie Arzt- und Fachwahl
- Einzelzimmer + Chefarztbehandlung im Krankenhaus
- Umfangreiche Zahnversorgung
- Übernahme der Kosten für Brillen & Kontaktlinsen
- Alternative Heilmethoden (je nach Tarif)
→ Weitere Informationen findest du hier: PKV-Leistungen für Beamte im Detail
PKV oder GKV für Beamte: Der direkte Vergleich

Alle wichtigen Unterschiede auf einen Blick:
| Kriterium | PKV | GKV |
|---|---|---|
| Beitragshöhe | Abhängig von Alter/Gesundheit, individueller Beihilfesatz | Einkommensabhängig nur in bestimmten Bundesländern mit Zuschuss |
| Beihilfe | Immer Anspruch auf individuelle Beihilfe (bis zu 70 %, in Sachsen bis 90 %) | Nur, wenn das Bundesland die pauschale Beihilfe anbietet (max. 50 %) |
| Familienmitglieder | Jedes Mitglied erhält einen eigenen Vertrag | Unter bestimmten Voraussetzungen ist eine beitragsfreie Familienversicherung möglich |
| Leistungsumfang | Individuell wählbar; oft bessere Leistungen | Einheitlicher Standard |
| Beitrag im Alter | Altersrückstellungen kommen zum Tragen, hoher Beihilfesatz (in der Regel 70 %) | Abhängig von den Einnahmen |
| Vorerkrankungen | Zuschläge/Ablehnung möglich | Keine Risikozuschläge |
| Abrechnung der Ärzte | Über die Beihilfe und PKV (in der Regel digital) | Direkt über die GKV |
Fazit: PKV oder GKV, wann lohnt sich was für Beamte?

Keine Entscheidung passt für alle. Diese Übersicht zeigt, wann welche Option für dich sinnvoll ist:
| Situation des Beamten | Besser geeignet für … |
|---|---|
| Besoldungsgruppen A12, A13 und höher | Oftmals bietet sich eine PKV an |
| Besoldungsgruppen A9–A11 ohne pauschale Beihilfe | Oftmals bietet sich eine PKV an |
| Besoldungsgruppen A7–A8 ohne pauschale Beihilfe | GKV / PKV individuell vergleichen |
| Besoldungsgruppen A7–A11 mit pauschaler Beihilfe | GKV / PKV individuell vergleichen |
| Teilzeit, unabhängig von der Besoldung | GKV / PKV individuell vergleichen |
| 3 oder mehr Kinder, die privat (in der PKV) versichert werden müssen (unabhängig von der Besoldung) | GKV / PKV individuell vergleichen |
| Chronische Vorerkrankungen | GKV / PKV individuell vergleichen |
Letztlich lässt sich keine pauschale Aussage treffen. Lass deine persönliche Situation kostenlos für dich durchrechnen: Kostenloser Vergleich
Häufig gestellte Fragen
Muss ich mich als Beamter privat krankenversichern?
Nein, eine Pflicht zur PKV gibt es nicht. Du kannst dich auch freiwillig gesetzlich versichern. In diesem Fall gibt es jedoch nur in 11 Bundesländern einen Zuschuss zur GKV.
→ Alle Details: PKV-Pflicht für Beamte?
Kann ich später noch von der GKV in die PKV wechseln, oder umgekehrt?
Grundsätzlich ist ein Wechsel von der gesetzlichen in die private Krankenversicherung für Beamte jederzeit möglich, da keine Einkommensgrenzen gelten. Ein späterer Wechsel in die PKV kann allerdings teurer werden, da Alter und Gesundheitszustand ins Gewicht fallen. Bei Vorerkrankungen kann es zu Risikozuschlägen oder einer Ablehnung kommen.
In die GKV zurückwechseln kannst du hingegen meist nur unter bestimmten Voraussetzungen, etwa wenn du zu dem Zeitpunkt als Angestellter unter der Versicherungspflichtgrenze verdienst und unter 55 Jahre alt bist.
Hast du dich für eine GKV im Rahmen der pauschalen Beihilfe entschieden, ist ein Wechsel in die PKV mit individueller Beihilfe nicht möglich.
Können Kinder von Beamten kostenlos mitversichert werden?
In der GKV können Kinder und nicht berufstätige Ehepartner unter bestimmten Voraussetzungen beitragsfrei mitversichert werden.
In der PKV benötigt jedes Familienmitglied einen eigenen Vertrag. Für Kinder von Beamten gilt jedoch ein Beihilfesatz von 80 % (Ausnahme Hessen und Sachsen).
→ Mehr erfährst du hier: Kinder von Beamten: PKV oder GKV?
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Ich bin Sven Bruns, unabhängiger PKV-Spezialist für Beamte, Beamtenanwärter und Referendare. Mit 19 Jahren Erfahrung habe ich über 8.000 Beamte bei der Wahl ihrer privaten Krankenversicherung begleitet. Meine Kunden schätzen meine Erreichbarkeit (5,0), Fachkompetenz (4,99) und meinen Erklärungsfokus (4,99), wie die 306 Bewertungen auf ProvenExpert zeigen.
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