Private Krankenversicherung für Beamtenanwärter und Referendare in Rheinland-Pfalz
Vor dem Start deiner Beamtenanwärter- oder Lehramtsreferendariatszeit in Rheinland-Pfalz gilt es, eine Entscheidung hinsichtlich des zukünftigen Krankenversicherungsschutzes zu treffen. Zwar denken viele Anwärter, es müsste eine private Krankenversicherung im Referendariat gewählt werden, doch grundsätzlich steht Beamtenanwärtern und Referendaren in Rheinland-Pfalz auch der Verbleib in der gesetzlichen Krankenkasse offen.
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Vor dem Start deiner Beamtenanwärter- oder Lehramtsreferendariatszeit in Rheinland-Pfalz gilt es, eine Entscheidung hinsichtlich des zukünftigen Krankenversicherungsschutzes zu treffen.
Zwar denken viele Anwärter, es müsste eine private Krankenversicherung im Referendariat gewählt werden, doch grundsätzlich steht Beamtenanwärtern und Referendaren in Rheinland-Pfalz auch der Verbleib in der gesetzlichen Krankenkasse offen. Allerdings geht mit dem Verbleib in der GKV oft eine deutlich höhere finanzielle Belastung einher. Aus diesem Grund wechseln die meisten Beamtenanwärter in eine private Krankenversicherung.
Weshalb dies der Fall ist und worauf du als Anwärter und Lehramtsreferendar in Rheinland-Pfalz bei der Krankenkassenwahl achten solltest, möchte ich dir heute näherbringen.
Beamtenanwärter und Lehramtsreferendare in Rheinland-Pfalz können grundsätzlich in eine PKV wechseln
Zunächst möchte ich dir den Unterschied zwischen einem Angestellten und Beamten hinsichtlich der Krankenversicherung erläutern.
Bei einem versicherungspflichtigen Angestellten wird der gesetzliche Krankenkassenbeitrag jeden Monat direkt von der Gehaltsabrechnung in Abzug gebracht. Dabei zahlt der Arbeitnehmer die Hälfte der Beiträge zur GKV und der andere Teil wird vom Arbeitgeber geleistet.
Nur Angestellte mit einem sehr hohen Einkommen haben überhaupt die Möglichkeit, in eine private Krankenversicherung zu wechseln. Alle anderen sind sozialversicherungsrechtlich verpflichtet, sich in einer gesetzlichen Krankenkasse abzusichern.
Dies ist der erste entscheidende Unterschied zu einem Beamten. Beamte in Rheinland-Pfalz haben unabhängig vom Einkommen die Wahlmöglichkeit zwischen einer gesetzlichen Krankenkasse und einer privaten Krankenversicherung. Als Lehramtsreferendar oder Beamtenanwärter giltst du als Beamter auf Widerruf und damit trifft auch schon während deiner Anwärterzeit diese Regelung auf dich zu.
Der zweite wesentliche Unterschied zu einem Angestellten besteht darin, dass du als Beamtenanwärter und Referendar in der gesetzlichen Krankenkasse keinen Anspruch auf den fünfzigprozentigen Arbeitgeberanteil zur GKV hast. Wünschst du also den Verbleib als Beamtenanwärter des Landes Rheinland-Pfalz in der gesetzlichen Krankenkasse, zahlst du den gesamten GKV-Beitrag aus deiner Tasche.
Genau dies ist der Grund, weshalb so wenige Anwärter sich für den Verbleib in einer gesetzlichen Krankenkasse entscheiden: Die Beiträge sind für Beamte und Beamtenanwärter in der GKV sehr hoch, da es keinerlei Zuschüsse vom Dienstherrn oder Land Rheinland-Pfalz gibt.
Spezielle Beamtentarife für Anwärter in Rheinland-Pfalz in der privaten Krankenversicherung
Beim Wechsel in eine private Krankenversicherung handelt es sich bei den Beamtentarifen auch um keine klassische Privatversicherung, wie sie beispielsweise Selbständige abschließen können, sondern um spezielle Restkostentarife der privaten Krankenversicherungen für Beamtenanwärter, die ausschließlich für Beamte geöffnet sind.
Entscheidest du dich für einen solchen PKV-Tarif, brauchst du damit nur die Restkosten gegenüber der Beihilfeleistung deines Landes Rheinland-Pfalz abzudecken.
An diesem Punkt liest du den großen Unterschied heraus: Muss ein Beamtenanwärter und Referendar in der gesetzlichen Krankenkasse für den gesamten Beitrag alleine aufkommen, so brauchst du durch eine Beamten-PKV nur einen Teil der Kosten abzusichern, da das Land Rheinland-Pfalz dann den anderen Kostenanteil für dich trägt.
Es handelt sich dabei nicht um einen Zuschuss zur privaten Krankenversicherung durch das Land Rheinland-Pfalz, sondern um eine reale Beteiligung an den Krankheitskosten. Durch die sog. Beihilfe des Landes Rheinland-Pfalz werden mindestens 50 Prozent deiner Krankheitskosten getragen. Lediglich der verbleibende Teil muss über einen Beamtentarif einer Privatversicherung gedeckt werden.
Das Besondere: Du zahlst nur einen Monatsbeitrag für die private Krankenversicherung. Die Leistung der Beihilfe hingegen wirft zunächst keine kontinuierlichen Kosten auf.
Eine reale Beteiligung an den Gesundheitsvorsorge- und Krankheitskosten durch das Land Rheinland-Pfalz bedeutet, dass mindestens 50 Prozent zum Beispiel einer ärztlichen Rechnung durch die Beihilfe getragen werden.
Beispiel: Im Frühjahr erwischt dich ein grippaler Infekt und da demnächst ein Unterrichtsbesuch ansteht, gehst du lieber frühzeitig zum Arzt. Wenige Wochen nach der Behandlung erhältst du die Arztrechnung über 80 Euro.
Bei einem 50-prozentigen Beihilfeanspruch zahlt das Land Rheinland-Pfalz dir 40 Euro und deine Privatversicherung den weiteren Anteil in Höhe von ebenfalls 40 Euro. Somit wird dir die gesamte Rechnungssumme erstattet (lies dazu auch: Muss ich als Beamter die Arztkosten immer vorstrecken?).
Nun dürfte der finanzielle Vorteil der PKV für Beamtenanwärter in Rheinland-Pfalz deutlich geworden sein. Dieser liegt oftmals bei über 100 Euro im Monat gegenüber der gesetzlichen Alternative.
Für die Restkostenabsicherung bieten die Privatversicherer dir besondere „Ausbildungskonditionen“ an. Damit erhältst du als Referendar oder Anwärter vergünstigte Beiträge für die gesamte Zeit als Beamter auf Widerruf.
Trifft dieser Vorteil wirklich auf jeden Anwärter und Lehramtsreferendar in Rheinland-Pfalz zu und welche private Krankenversicherung bietet das beste Preis-Leistungs-Verhältnis?
Der erste Teil der Frage lässt sich generell mit einem „Ja“ beantworten. Dennoch gilt es, jede Situation individuell zu betrachten.
Wie schon weiter oben beschrieben, spielt deine Besoldung (Einkommen) keine Rolle bei der Errechnung des privaten Krankenkassenbeitrages. Die Faktoren für die PKV-Gesellschaften sind dein Einstiegsalter, dein Gesundheitszustand und die Tarifleistungen.
Das Einstiegsalter ist für dich als Beamtenanwärter nur dann ein Knackpunkt, wenn du während der Anwärter- bzw. Referendariatszeit 39 Jahre alt wirst bzw. erst nach deinem 39. Geburtstag deine Beamtenzeit auf Widerruf beginnst. In diesem Fall bieten dir die Gesellschaften nicht mehr die vergünstigten Anwärtertarife, sondern du wirst in der PKV eingestuft wie ein Beamter auf Probe.
Lies dazu bitte auch: Private Krankenversicherung für Beamtenanwärter und Referendare über 34 Jahre.
Solltest du dieses Alter noch nicht erreicht haben, brauchst du dir um diesen Punkt natürlich auch keine Gedanken zu machen.
Sehr wohl allerdings über das Thema Gesundheitszustand. Leider wird die Brisanz dieser Thematik oft nicht erkannt und auch vielfach falsch erklärt.
Mit der Beantragung einer privaten Krankenversicherung bist du verpflichtet, deine „Vorerkrankungen“ anzugeben. Diese werden von der PKV bewertet und können zu Risikozuschlägen (Mehrbeiträgen) führen.
Beantworte die Gesundheitsfragen im Antrag vollständig und richtig: Gib alle Beschwerden, Untersuchungen und Behandlungen an, nach denen der Versicherer in den genannten Zeiträumen fragt. Üblich sind 3 Jahre für ambulante Behandlungen, 5 Jahre für Krankenhausaufenthalte und bei Psychotherapie je nach Versicherer bis zu 10 Jahre.
Leichte Erkrankungen, die ohne Folgen ausgeheilt sind, etwa eine Erkältung oder ein grippaler Infekt, musst du in der Regel nicht angeben.
Im Zweifel gibst du es lieber an oder fragst uns. Denn reichst du in den ersten Jahren Rechnungen ein, fordert der Versicherer oft deine Arzt- und Kassenunterlagen an und gleicht sie mit deinem Antrag ab. Fehlt dort etwas, wonach gefragt war und was du hättest wissen müssen, kann er je nach Diagnose rückwirkend einen Zuschlag verlangen. Hast du absichtlich etwas weggelassen oder warst du grob nachlässig und er hätte dich sonst gar nicht aufgenommen, kann er sogar vom Vertrag zurücktreten. Das geht in der Regel bis zu drei Jahre, nachdem er deinen Antrag angenommen hat, bei Absicht bis zu zehn Jahre.
In deiner Patientenakte stehen oft Diagnosen, die du vergessen oder nie erfahren hast. Bist du dir unsicher, frag sie vor dem Antrag bei deinen Ärzten und deiner Krankenkasse ab. So weißt du genau, was dort steht.
Indem du meinen Artikel „Welche Gesundheitsangaben sind beim Abschluss einer PKV bedeutend?“ liest, kannst du dich ausführlich über dieses wichtige Thema informieren.
Sollte es durch deinen Gesundheitszustand zu sehr hohen Risikozuschlägen kommen, kann für dich plötzlich die Wahl einer gesetzlichen Krankenkasse während der Anwärterzeit bzw. im Referendariat ratsam sein. Deshalb lässt sich festhalten, dass für einen Großteil der Beamtenanwärter die PKV die weit bessere Alternative darstellt – eine generelle Aussage lässt sich allerdings nicht treffen, da jede Situation einzeln beurteilt werden muss.
Unabhängiger Krankenversicherungsvergleich für Beamtenanwärter bringt dir Klarheit
Eine solche Bewertung kannst du für dich am besten durch einen unabhängigen Krankenversicherungsvergleich für Beamtenanwärter vornehmen. Hier kannst du deinen persönlichen Vergleich kostenfrei und unverbindlich anfordern. Darin wird auch schon dein Gesundheitszustand berücksichtigt, sodass du von Beginn an kalkulieren kannst, welche Beiträge die Privatversicherungen von dir verlangen werden.
Selbstverständlich unterscheiden sich nicht nur die Beiträge der Beamtentarife für Lehramtsreferendare und Anwärter in Rheinland-Pfalz, sondern auch die Leistungen. Es ist gut möglich, dass du deine PKV nie mehr wechseln kannst, wenn du beispielsweise durch eine Sportverletzung oder Rückenprobleme während des Referendariates später bei anderen Gesellschaften hohe Risikozuschläge erhalten würdest oder sogar komplett abgelehnt wirst.
Da niemand in die Zukunft schauen kann, solltest du dich unbedingt genau mit den Leistungsunterschieden der Privatkassen für Beamte auseinandersetzen. Ich bin dir dabei sehr gerne behilflich. Nutze meine ausführliche „Checkliste Leistungen private Krankenversicherung Beamte“.
Einen ganz besonderen Tipp möchte ich dir mit auf den Weg geben:
Entscheidest du dich für die Absicherung eines Zweibettzimmers mit privatärztlicher Leistung im Rahmen deiner PKV, so erhebt dein Bundesland Rheinland-Pfalz für diese Leistung 26 Euro im Monat.
Wenige Wochen nach dem Beginn deiner Anwärterzeit erhältst du von deinem Bundesland ein Anschreiben mit der Frage, ob du dich in deiner privaten Krankenversicherung für die Standardleistung (Mehrbettzimmer mit Belegarzt) oder für die Wahlleistungen im Krankenhaus (Zweibettzimmer mit Chefarzt) entschieden hast. Kreuzt du Letzteres an, weist dein Bundesland dich darauf hin, dass 26 Euro im Monat für diese Leistung fällig werden. Diese werden dir unmittelbar von der Besoldung abgezogen.
Beispiel: Im Zuge einer komplizierteren Operation fallen für dich Kosten in Höhe von 10.000 Euro speziell für den Chefarzt und die Unterbringung im Zweibettzimmer an. Damit die Beihilfe die 50-prozentige Leistung auch für diese Mehrkosten des Chefarztes und des Zweibettzimmers erbringt, musst du die 26 Euro leisten. Immerhin gilt es für die Beihilfe, auch 5.000 Euro extra zu tragen.
Die anderen 5.000 Euro zahlt bei einer 50-prozentigen Beihilfeberechtigung natürlich die PKV. Für diese 50-prozentige Leistung zahlst du in den Beamtenanwärtertarifen allerdings lediglich durchschnittlich 2,50–6 Euro (für das Zweibettzimmer mit privatärztlicher Leistung).
Da die 26 Euro für die Wahlleistungen für nahezu jeden Beamtenanwärter und Lehramtsreferendar verständlicherweise einen hohen Betrag darstellen, empfehle ich dir, während der Anwärterzeit die Wahlleistungen (Zweibettzimmer mit Chefarzt) komplett über deine private Krankenversicherung abzusichern.
Kostet die 50-Prozent-Absicherung in der PKV durchschnittlich 2,50–6 Euro, dann zahlst du für 100 Prozent ca. 5–12 Euro. Versicherst du die Leistungen für das Zweibettzimmer mit Privatarzt also komplett über die Privatversicherung, so zahlt diese in unserem Beispiel die vollen 10.000 Euro OP-Kosten und du sparst dir die 26 Euro an das Land Rheinland-Pfalz. Ohne auf eine Leistung zu verzichten, sparst du Monat für Monat mindestens 20 Euro.
Nach der Zeit als Beamtenanwärter erhältst du diesen Brief mit der Verbeamtung auf Probe in Rheinland-Pfalz dann nochmals vom Land. Zu diesem Zeitpunkt bringt das oben beschriebene Vorgehen dann keinen Vorteil mehr. Dann solltest du den Privatschutz in diesem Bereich auf 50 Prozent reduzieren, die anderen 50 Prozent über das Bundesland laufen lassen und dafür die 26 Euro monatlich entrichten.
Für das Referendariat empfehle ich dir, meinem Tipp zu folgen. Dem widerspricht nichts und du hast weder beim Dienstherrn noch bei der Beihilfe dadurch irgendeinen Nachteil.
Die Gesundheit ist unser höchstes Gut und deshalb vergleichst du die verschiedenen Tarifangebote sehr genau. Jede Gesellschaft bietet dir Vor- und Nachteile. Du musst für dich schauen, welcher Versicherungsschutz am besten zu dir passt.
Eine schnelle und transparente Marktübersicht erhältst du durch einen unabhängigen Vergleich der privaten Krankenversicherung für Beamtenanwärter und Lehramtsreferendare in Rheinland-Pfalz. Neben den Monatsbeiträgen bekommst du auf diese Weise einen Überblick über die unterschiedlichen Leistungen der Privatversicherer.
Wie geht es eigentlich nach der Anwärter- bzw. Referendariatszeit mit der privaten Krankenversicherung weiter? Alles dazu kannst du hier nachlesen.
Fazit
Anwärter und Referendare in Rheinland-Pfalz sind keinesfalls verpflichtet, eine private Krankenversicherung für Beamte abzuschließen.
In einem Großteil der Fälle bringt eine solche Privatversicherung dir jedoch deutliche Vorteile: Während du den Beitrag als Beamter auf Widerruf zur gesetzlichen Krankenkasse komplett selbst zu tragen hast, übernimmt die Beihilfe des Landes Rheinland-Pfalz einen Anteil von mindestens 50 Prozent deiner Gesundheitsvorsorge- und Krankheitskosten, wenn du dich für einen Beamtentarif einer PKV entscheidest.
Durch diese besondere gesetzliche Regelung, die ausschließlich für Beamte zutrifft, sparst du als Anwärter oftmals über 100 Euro im Monat durch den Wechsel in eine private Krankenversicherung gegenüber dem Verbleib in der GKV. Speziell vergünstigte „Ausbildungstarife“ der Privatversicherer für Beamtenanwärter und Referendare ermöglichen dir diesen Vorteil.
Zudem bieten die Privatversicherungen ein deutliches Leistungsplus. Du giltst als kompletter Privatpatient, erhältst oftmals schneller Termine bei Fachärzten und wirst nach den neuesten Heilmethoden behandelt. Auch für Brillen und Kontaktlinsen leisten die meisten Privatversicherungen und bieten dir einen Rundumschutz im Krankheitsfall.
Dennoch lässt sich niemals eine pauschale Aussage treffen, dass die Beamtenanwärter-PKV wirklich für jeden Lehramtsreferendar und Anwärter die bessere Lösung ist. Bei bestimmten „Vorerkrankungen“ beispielsweise können die privaten Gesellschaften Risikozuschläge erheben, die zu Mehrbeiträgen führen. In diesem Zusammenhang gilt es, genau zu bewerten, ob sich der Wechsel in eine PKV dennoch weiterhin für dich lohnt.
Über 8.000 Beamte haben uns ihre Entscheidung anvertraut.
Mach es ihnen nach: kostenfrei, unverbindlich, keine Anrufe von Versicherern.
Mo–Fr · 8–18 Uhr · svenbruns@versicherungsvergleich-beamte.de

Dein Beamtenspezialist
Ich bin Sven Bruns, unabhängiger PKV-Spezialist für Beamte, Beamtenanwärter und Referendare. Mit 19 Jahren Erfahrung habe ich über 8.000 Beamte bei der Wahl ihrer privaten Krankenversicherung begleitet. Meine Kunden schätzen meine Erreichbarkeit (5,0), Fachkompetenz (4,99) und meinen Erklärungsfokus (4,99), wie die 306 Bewertungen auf ProvenExpert zeigen.
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