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Gesetzliche Krankenversicherung für Beamte: Kosten, Vorteile & Vergleich zur PKV (2026)

Sie stehen vor der Verbeamtung oder sind bereits Beamter? Dann stellt sich die zentrale Frage: Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) oder private Krankenversicherung (PKV) – was ist für Beamte wirklich sinnvoll?

In diesem umfassenden Ratgeber erfahren Sie alles Wichtige rund um die gesetzliche Krankenversicherung für Beamte: Voraussetzungen, Kosten, pauschale Beihilfe in den Bundesländern, Familienversicherung, Rechenbeispiele und einen objektiven Vergleich mit der PKV. So treffen Sie die beste Entscheidung für Ihre persönliche Situation.

Geschätzte Lesezeit: 7 Minuten
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Sven Bruns

Unabhängiger Experte für private Krankenversicherungen
Spezialgebiet: Beamtinnen, Beamtenanwärter und Referendare.
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Inhaltsverzeichnis

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Beamte haben grundsätzlich die Wahl zwischen gesetzlicher (GKV) und privater Krankenversicherung (PKV).
  • Die Beiträge zur GKV richten sich nach dem gesamten Einkommen (inklusive Besoldung, Mieteinnahmen etc.) – oft ohne Zuschuss des Dienstherrn.
  • In einigen Bundesländern gibt es eine pauschale Beihilfe, sodass der Dienstherr einen Teil des GKV-Beitrags übernimmt.
  • Die private Krankenversicherung (PKV) für Beamte kann – abhängig von Beihilfesatz, Familienstand und Bundesland – nicht nur für junge, gesunde Beamte, sondern oft auch für Familien mit Kindern günstiger und leistungsstärker als die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) sein.
  • Ein individueller Vergleich ist unerlässlich, da viele Faktoren wie Familienstand, Beihilfeanspruch und Gesundheitszustand entscheidend sind.

Gesetzliche oder private Krankenversicherung: Die Wahl für Beamte

Lohnt sich die gesetzliche Krankenkasse für Beamte?

Als verbeamtete Lehrerin, Verwaltungsbeamter oder in ähnlicher Position stehen Sie vor einer wichtigen Entscheidung:

Soll ich mich freiwillig gesetzlich versichern oder von den Vorteilen der privaten Krankenversicherung profitieren? Diese Wahl hat langfristige Auswirkungen auf Ihre Finanzen und Ihre Gesundheitsversorgung.

Gerade im Hinblick auf die langfristigen Kosten und Leistungen sollten Sie sich intensiv mit dem Thema gesetzliche Krankenversicherung Beamte auseinandersetzen. Denn je nach Lebenssituation kann diese auch für Beamte eine interessante Option sein.

Wie Sie die beste private Krankenversicherung für Beamte finden

  • Vergleich privat vs. gesetzlich: Detaillierte Rechenbeispiele helfen Ihnen, die finanziellen Unterschiede zu verstehen.
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Wer kann als Beamter in die GKV? Voraussetzungen & Wechselmöglichkeiten

Voraussetzungen GKV_Beamte

Wer als Beamter in der GKV bleiben oder wechseln kann, hängt von bestimmten Voraussetzungen ab.

Hier die wichtigsten Möglichkeiten im Überblick:

  • Von Angestellt zu verbeamtet:
    Wenn Sie direkt aus einem Angestelltenverhältnis kommen und dort pflicht- oder freiwillig versichert waren, können Sie sich als Beamter weiter gesetzlich versichern lassen. Alternativ können Sie sich als Beamter auch immer eine PKV wählen.
  • Von privat zu gesetzlich:
    Nach Eintritt in die private PKV ist ein Rückwechsel als verbeamtete Person praktisch ausgeschlossen – außer durch Statuswechsel ins Angestelltenverhältnis unterhalb Versicherungspflichtgrenze.
  • Referendare/Beamtenanwärter:
    Auch Referendare und Beamtenanwärter haben Wahlfreiheit zwischen GKV und PKV zu Beginn ihrer Laufbahn

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GKV vs. PKV – Für wen lohnt sich welche Option?

Für wen lohnt sich als Beamter GKV und PKV

Gesetzliche Krankenversicherung (GKV):

Die GKV ist beispielsweise bei einer Teilzeitstelle in einer niedrigen Besoldungsgruppe (A7, A8) attraktiv. Auch für kinderreiche Familien bei denen alle Personen mitversichert werden müssen, kann die gesetzliche Krankenkasse durch die kostenfreie Familienversicherung eine interessante Option sein. Ebenso ist es für Beamte mit bestimmten „Vorerkrankungen“ ist es wichtig die Kosten in der GKV zu prüfen.

Dies gilt besonders in Bundesländern, in denen die pauschale Beihilfe angeboten wird, kann die gesetzliche Krankenversicherung für Beamte in bestimmten Fällen eine sehr gute Alternative zur PKV darstellen.

Private Krankenversicherung (PKV):

In Bundesländern ohne pauschale Beihilfe ist der PKV in Regel deutlich kostengünstiger als eine gesetzliche Krankenversicherung.

Doch auch in Bundesländern, in denen die pauschale Beihilfe angeboten wird, kann die private Krankenversicherung durch die individuelle Beihilfe selbst bei Beamten mit Kindern kostengünstiger als die GKV sein. Hinzu kommt das Leistungsplus der PKV.

Entscheidungsfaktoren GKV vs. PKV für Beamte im Überblick:

Situation des BeamtenBesser geeignet für…
Besoldungsgruppen A12,A13 und höherOftmals bietet sich eine PKV an
Besoldungsgruppen A9-A11 ohne pauschale Beihilfe

Oftmals bietet sich eine PKV an
Besoldungsgruppen A7-A8 ohne pauschale Beihilfe

GKV / PKV individuell vergleichen
Besoldungsgruppen A7-A11 mit pauschaler Beihilfe

GKV/PKV individuell vergleichen
Teilzeit, unabhängig von der BesoldungGKV/PKV individuell vergleichen
3 oder mehr Kinder, die PKV versichert werden müssen (unabhängig von der Besoldung)GKV/PKV individuell vergleichen
chronische Vorerkrankungen GKV / PKV individuell vergleichen

Wichtig:

Letztlich lässt sich eine pauschale Aussage niemals treffen. Lassen Sie Ihre persönliche Konstellation durchrechnen, um die für Sie und Ihre Familie beste Lösung zu finden!

Was bedeutet die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) für Beamte?

was ist die gesetzliche Krankenversicherung für Beamte

Die gesetzliche Krankenversicherung steht allen offen, die vor der Verbeamtung in dieser freiwillig- oder pflichtversichert waren – etwa als Angestellte/r.

Als freiwillig gesetzlich versicherter Beamter gilt:

  • Sie zahlen den vollen Beitrag selbst (außer in Bundesländern mit pauschaler Beihilfe)
  • Die Beiträge sind abhängig von der Besoldung
  • Auf weitere Einnahmen, wie Mieteinnahmen, Zinserträge oder Dividenden müssen auch GKV-Beiträge gezahlt werden
  • Es gibt keine Risikozuschläge bei Vorerkrankungen
  • Unter bestimmten Voraussetzungen besteht die Möglichkeit zur beitragsfreien Familienversicherung von Kindern/Ehepartnern

Offizielle Informationen bietet das Bundesministerium für Gesundheit.

Wie funktioniert das System der GKV?

wie funktioniert die gesetzliche Krankenversicherung für Beamte

Die meisten Arbeitnehmer erhalten vom Arbeitgeber einen Zuschuss zum Krankenkassenbeitrag.

Für Beamte gibt es diesen Zuschuss nur in bestimmten Bundesländern über die pauschale Beihilfe. In anderen Ländern tragen Sie den vollen Beitrag allein – das kann teuer werden!

Daher sollten Sie genau prüfen, ob Ihr Bundesland eine pauschale Beihilfe anbietet.

Pauschale Beihilfe: In welchen Bundesländern gibt es sie?

Pauschale Beihilfe Beamte Krankenversicherung

In diesen Bundesländern erhalten beamtete Personen einen Zuschuss zum GKV-Beitrag („pauschale Beihilfe“):

BundeslandPaschale Beihilfe?
Baden-WürttembergJa
BerlinJa
BrandenburgJa
BremenJa
HamburgJa
NiedersachsenJa
SachsenJa
ThüringenJa

In allen anderen Ländern sowie beim Bund müssen Sie den vollen Beitrag selbst tragen.

Was bedeutet „pauschale Beihilfe“ konkret?

Der Dienstherr zahlt einen festen Prozentsatz des Beitrags zur gesetzlichen Krankenkasse dazu – ähnlich wie ein Arbeitgeberzuschuss im Angestelltenverhältnis.

Dieser Zuschuss beläuft sich auf 50% des Beitrags zur gesetzlichen Kasse plus Pflegepflichtversicherung.

Wichtig:

Mit Beantragung der pauschalen Beihilfe verzichten Sie dauerhaft auf individuelle Ansprüche aus dem individuellen Beihilfesystem Ihres Landes! Das heißt, Sie sind an die gesetzliche Krankenkasse als Beamter gebunden und können nicht zu einem späteren Zeitpunkt in die PKV unter Berücksichtigung der individuellen Beihilfe wechseln.

Unterschiede zwischen den Ländern Jedes Land regelt das formelle Antragsverfahren zur pauschalen Beihilfe eigenständig – informieren Sie sich daher unbedingt beim zuständigen Landesamt!

Vor- und Nachteile: Gesetzliche vs. Private Krankenversicherung für Beamte

Vor- und Nachteile GKV vs. PKV Beamte

Werfen wir einen Blick auf die Vor- und Nachteile der gesetzlichen Krankenversicherung für Beamte gegenüber der PKV.

Eine Gegenüberstellung hilft Ihnen dabei, alle wichtigen Aspekte zu berücksichtigen:

Kriterium Gesetzliche KV (GKV)

Private KV (PKV)
BeitragshöheEinkommensabhängig nur in bestimmten Bundesländern mit ZuschussAbhängig von Alter/Gesundheit, individueller Beihilfesatz

BeihilfeNur, wenn das Bundesland die pauschale Beihilfe anbietet (max. 50%)Immer Anspruch auf individuelle Beihilfe (bei Beamten bis zu 70%)

FamilienmitgliederUnter bestimmten Voraussetzungen ist eine beitragsfreie Familienversicherung möglichJedes Mitglied erhält einen eigenen Vertrag

LeistungsumfangEinheitlicher StandardIndividuell wählbar; oft bessere Leistungen

Beitrag im AlterAbhängig von den EinnahmenAltersrückstellungen kommen zum Tragen, hoher Beihilfesatz (in der Regel 70%)

VorerkrankungenKeine Risikozuschläge

Zuschläge/Ablehnung möglich
Abrechnung der ÄrzteDirekt überdie GKVÜber die Beihilfe und PKV

Weitere Aspekte:

  • Flexibilität:
    In der privaten KV können Tarife individuell angepasst werden; Zusatzleistungen sind flexibel wählbar.
  • Unterschiede:
    Die gesetzlichen Kassen bieten die Mindestleistung; privat Versicherte müssen genau prüfen, was ihr Tarif abdeckt.
  • Service:
    Viele private Krankenversicherungen bieten umfangreiche digitale Services wie Apps zur Rechnungseinreichung oder Online-Sprechstunden an.

Fazit dieses Abschnitts:
Für viele Beamte ist die PKV dank individueller Beihilfe oftmals deutlich günstiger als die freiwillige Mitgliedschaft in der gesetzlichen Krankenkasse!

Kosten der gesetzlichen Krankenversicherung für Beamte – Rechenbeispiele

Die Kosten der gesetzlichen Krankenversicherung sind einer der wichtigsten Entscheidungsfaktoren:

Beispielrechnung: Lehrerin in NRW, 30 Jahre (1 Kind), A13 Besoldung

In NRW gibt es keine pauschale Beihilfe – Sie zahlen den vollen Beitrag selbst!

BesoldungBeitragssatz GKV/PflegeBeitrag/Monat
5.051 €19,09 %964,24 €

Lehrerin in Baden-Württemberg, 30 Jahre (1 Kind), A13 Besoldung

In diesen Baden-Württemberg übernimmt der Dienstherr über die pauschale Beihilfe 50% des Beitrags zur gesetzlichen Krankenkasse:

BesoldungBeitragssatz GKV/PflegeBeitrag/Monat
5.185,88 €10,45%541,92 €

(Berechnung mit dem Beitragssatz der Techniker Krankenkasse für Beamte)

Ob mit oder ohne pauschale Beihilfe: Die monatlichen Kosten für die Krankenversicherung unterscheiden sich für Beamte erheblich – vergleichen lohnt sich!

Direktvergleich: Kosten GKV vs. PKV für Beamte

Kosten GKV und PKV Beamte im Vergleich

Hier sehen Sie einige Szenarien im direkten Vergleich:

Simon, Finanzbeamter

  • 28 Jahre
  • Bayern
  • Beamter auf Probe
  • keine Kinder
  • keine Vorerkrankungen
  • 3.953,03 €/Monat Besoldung
  • inkl. Einbettzimmer mit Chefarzt (bei PKV)
  • Beihilfeergänzungstarif (bei PKV)

Die gesetzliche Krankenkasse kostet Simon 778,35 € pro Monat.
In einer privaten Krankenversicherung zahlt er hingegen nur 289-420 € im Monat.

Katharina, Professorin

  • 40 Jahre
  • Niedersachsen
  • Beamtin auf Probe
  • 2 Kinder
  • keine Vorerkrankungen
  • 6.354,41 €/Monat Besoldung
  • inkl. Einbettzimmer mit Chefarzt (bei PKV)
  • Beihilfeergänzungstarif (bei PKV)

In der gesetzlichen Krankenkasse liegt bei Beitrag trotz pauschaler Beihilfe bei 607,41 € im Monat.
Die Kosten für eine PKV belaufen sich für Katharina auf 267-390 € pro Monat.

Julia, Lehrerin

  • 32 Jahre
  • Sachsen
  • Beamtin auf Probe
  • 1 Kind
  • keine Vorerkrankungen
  • 3.601,98 €/Monat Besoldung (Teilzeit)
  • inkl. Einbettzimmer mit Chefarzt (bei PKV)
  • Beihilfeergänzungstarif (bei PKV)

Die GKV kostet unter Berücksichtigung der pauschalen Beihilfe 376,41 € im Monat.
Für eine private Krankenversicherung zahlt Julia 221-333 € pro Monat.

(Berechnung mit dem Beitragssatz der Techniker Krankenkasse für Beamte)

Ob die gesetzliche oder die private Krankenversicherung für Sie als Beamter besser geeignet ist, lässt sich nicht pauschal beantworten. Ihre persönliche Lebenssituation spielt dabei eine entscheidende Rolle. Ein unabhängiger Vergleich hilft Ihnen, die passende Lösung für Ihre individuellen Bedürfnisse zu finden.

Weitere Beispiele zu den Kosten finden Sie unter Kostenvergleich PKV bei verschiedenen Szenarien

Familienversicherung: GKV vs. PKV bei Kindern & Ehepartnern

Familienversicherung GKV - PKV Beamte

Ein Vorteil der gesetzlichen Krankenkasse besteht darin, dass Kinder und nicht berufstätige Ehepartner unter bestimmten Voraussetzungen beitragsfrei familienversichert werden können.

Wichtig:

Bei Kindern ist dies allerdings nur möglich, wenn Sie als Beamter nicht oberhalb der Versicherungspflichtgrenze (77.400 Euro Brutto in 2026) verdienen und gleichzeitig mehr ein höheres Einkommen als der Ehepartner haben. In diesem Fall müssen Sie Ihre Kinder entweder privat oder einzeln gegen Beitrag freiwillig in der GKV versichern.

Die GKV kann sich lohnen:

  • Bei 3 oder mehr Kindern, die privat versichert werden müssen
  • Wenn ein Partner langfristig kein eigenes Einkommen hat

In der privaten KV benötigt jedes Familienmitglied einen eigenen Vertrag – allerdings erhalten Kinder beispielsweise in der Regel einen hohen Beihilfesatz von 80%, sodass entsprechend nur 20% privat abgesichert werden müssen und der Monatsbeitrag oftmals entsprechend gering ausfällt.

Praxis-Beispiel:

Astrid ist in Berlin in der Verwaltung verbeamtet und hat 3 Kinder

  • 34 Jahre
  • Lehrerin
  • Beamtin auf Lebenszeit
  • 3 Kinder (6,8 und 10 Jahre)
  • keine Vorerkrankungen
  • 3.782,48 €/Monat Besoldung
  • inkl. Einbettzimmer mit Chefarzt (bei PKV)
  • Beihilfeergänzungstarif (bei PKV)

Für die GKV zahlt Astrid unter Berücksichtigung der pauschalen Beihilfe für 395,27 € im Monat.
Für eine private Krankenversicherung zahlt Julia 246- 386 € pro Monat.

Soweit der Ehepartner gesetzlich versichert ist, können die Kinder von Astrid dort kostenfrei familienversichert werden. Ist dieser allerdings beispielsweise als Selbstständiger in einer PKV müssen die Kinder auch über eine private Krankenversicherung abgesichert werden. In diesem Fall liegt der Beitrag pro Kind bei 44-70 €.

Fazit dieses Abschnitts:
Für kinderreiche Familien kann sich eine freiwillige Mitgliedschaft in der gesetzlichen Krankenkasse lohnen. Dies trifft allerdings nicht grundsätzlich zu. Aus diesem Grund ist ein individueller Vergleich empfehlenswert.

Sonderfälle: Teilzeit, Elternzeit, Vorerkrankungen & Ruhestand

GKV vs PKV Beamte bei Teilzeit, Elternzeit, Pension

Teilzeit / Elternzeit

Bei reduzierter Besoldung sinkt Ihr Beitrag zur GKV automatisch – ein Vorteil gegenüber festen Beiträgen in der PKV! Während Elternzeit bleibt zudem häufig Anspruch auf beitragsfreie Familienversicherung bestehen. Allerdings gibt es auch in der PKV Tarife, deren Kosten für einen gewissen Zeitraum während der Elternzeit sinken.

Gerade bei besonderen Lebenssituationen wie Teilzeitbeschäftigung zeigt sich oft erst im Detailvergleich zwischen privater Absicherung und gesetzlicher Krankenversicherung für Beamte, welche Variante wirklich besser passt.

Vorerkrankungen

Die gesetzliche Kasse nimmt jeden ohne Gesundheitsprüfung auf. Es gibt keine Risikozuschläge.

In der privaten KV sind dagegen Zuschläge/Ablehnungen möglich – bei bestimmten Diagnosen oder chronischen Erkrankungen kann diese dadurch teuer werden bzw. sogar zum Ausschluss führen.

Ruhestand / Pensionierung

Im Ruhestand steigt Ihr individueller Beihilfesatz auf bis zu 70% – dadurch sinkt Ihr Eigenanteil an den PKV-Kosten.

Die Beiträge zur gesetzlichen Krankenkasse bleiben weiterhin einkommensabhängig; zusätzliche Einnahmen aus Vermietung/Rente erhöhen Ihren Beitrag zur GKV zudem.

Fazit: Wann lohnt sich welche Lösung?

Gesetzliche Krankenversicherung Beamte lohnt sich wann - Fazit

Die optimale Lösung hängt immer von Ihrer persönlichen Lebenssituation ab:

Günstigere Beiträge & bessere Leistungen finden viele Beamte in der privaten KV! Allerdings kann sich unter bestimmten Voraussetzungen auch eine freiwillige Mitgliedschaft in der gesetzlichen Kasse lohnen – besonders mit pauschaler Beihilfe im passenden Bundesland!

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Sven Bruns

Als Experte für Versicherungen für Beamte teile ich, Sven Bruns, mein Wissen, um Ihnen bei wichtigen Entscheidungen zu helfen.

Alle Inhalte, Berechnungen und sonstigen Angaben werden gewissenhaft recherchiert. Da es jedoch zu Änderungen kommen kann, gebe ich dennoch keine Gewähr auf Korrektheit. Der Text richtet sich ausdrücklich an alle Geschlechter. Einzig aufgrund der besseren Lesbarkeit verwende ich im Text das generische Maskulinum.

Häufig gestellte Fragen

Ein Wechsel zwischen der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) und der privaten Krankenversicherung (PKV) ist für Beamte nur unter bestimmten Voraussetzungen möglich.

Nach der Verbeamtung ist ein Wechsel zurück in die GKV meist ausgeschlossen. Nur wenn Sie Ihr Beamtenverhältnis beenden und in ein sozialversicherungspflichtiges Angestelltenverhältnis wechseln, können Sie – sofern Sie jünger als 55 Jahre sind – wieder Mitglied in der gesetzlichen Krankenversicherung werden. Für Beamte über 55 Jahren ist ein Wechsel in die GKV in der Regel nicht mehr möglich. Daher sollte die Entscheidung zwischen PKV und GKV gut überlegt sein.

Allerdings gilt ebenso: Entscheiden Sie sich in einem Bundesland mit pauschaler Beihilfe für die GKV, können Sie als Beamter auch zu keinem späteren Zeitpunkt in eine PKV wechseln.

Die gesetzliche Krankenversicherung kann sich für Beamte kann sich lohnen, wenn Sie in einer niedrigen Besoldungsgruppe eingestuft sind (z.B. A7), zudem langfristig Teilzeit arbeiten und in ihrem Bundesland die pauschale Beihilfe angeboten wird. Ein individueller Vergleich zwischen GKV und PKV ist immer ratsam, um die beste Lösung für Ihre persönliche Lebenssituation zu finden.

Die Kosten einer privaten Krankenversicherung (PKV) für Beamte hängen von verschiedenen Faktoren ab: Dazu zählen Ihr Eintrittsalter, Ihr Gesundheitszustand, der gewünschte Leistungsumfang sowie Ihr Beihilfesatz. Auf dieser Grundlage werden die Beiträge individuell kalkuliert. Die Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung richten sich hingegen nach Ihrer Besoldung und weiteren Einnahmen (z.B. Mieteinnahmen, Zinseinnahmen). Ein sorgfältiger Kostenvergleich zwischen GKV und PKV ist immer unerlässlich, um festzustellen welche Lösung besser zu Ihrer Lebenssituation passt.

In der gesetzlichen Krankenversicherung spielt Ihr Gesundheitszustand keine Rolle: Es gibt keine Risikozuschläge oder Ablehnungen aufgrund von Vorerkrankungen.

In der privaten Krankenversicherung hingegen werden Ihre medizinischen Diagnosen geprüft; je nach Befund können Risikozuschläge erhoben werden oder sogar eine Ablehnung erfolgen. Für Beamte mit bestimmten Vorerkrankungen kann daher die gesetzliche Krankenkasse oft die bessere Wahl sein. Dies gilt es jedoch immer individuell zu prüfen.

Als beihilfeberechtigter Beamter in der gesetzlichen Krankenversicherung legen Sie beim Arzt einfach Ihre elektronische Gesundheitskarte vor. Die Abrechnung erfolgt direkt zwischen Arztpraxis und Ihrer Krankenkasse – Sie müssen sich um nichts weiter kümmern. Sind Sie privat versichert, erhalten Sie vom Arzt eine Rechnung, reichen diese bei Ihrer Beihilfestelle sowie Ihrer privaten Versicherung ein und bekommen anschließend die Erstattung. Für die Einreichung stellen die privaten Krankenversicherungen und Beihilfestellen in der Regel Apps zur Verfügung.

Wenn Sie als beihilfeberechtigter Beamter in Teilzeit arbeiten oder Elternzeit nehmen, passt sich Ihr Beitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung automatisch an Ihr reduziertes Einkommen an – er sinkt also entsprechend. In der privaten Versicherung bleibt Ihr Beitrag meist konstant; einige Tarife bieten jedoch Beitragsentlastungen während Elternzeit an. Prüfen Sie daher genau, welche Variante besser zu Ihrer Lebensplanung passt.

Die individuelle Beihilfe ist das klassische System: Der Dienstherr übernimmt einen prozentualen Anteil der Krankheitskosten (meist 50–70 %), den Rest müssen Beamte privat absichern – über eine private Krankenversicherung.

Die pauschale Beihilfe hingegen ist ein alternatives Modell, das in einigen Bundesländern angeboten wird. Hier erhalten Beamte einen festen Zuschuss zu ihren Beiträgen in der gesetzlichen Krankenversicherung, ähnlich wie Angestellte. Dadurch wird insbesondere die gesetzliche Krankenversicherung für Beamte attraktiver.

Ja, in der gesetzlichen Krankenversicherung können Ehepartner und Kinder von Beamten unter bestimmten Voraussetzungen beitragsfrei familienversichert werden.

Voraussetzung für Ehepartner ist, dass das Einkommen bestimmte Grenzen nicht überschreitet und keine eigene Versicherungspflicht besteht.

In der privaten Krankenversicherung muss für jedes Familienmitglied ein eigener Vertrag abgeschlossen werden.

Auch im Ruhestand können Sie als ehemaliger Beamter Mitglied in der gesetzlichen Krankenversicherung bleiben, sofern Sie bereits zuvor dort versichert waren.

Die Beiträge richten sich dann nach Ihren Versorgungsbezügen (Pension) sowie eventuellen Nebeneinkünften (z.B. Mieteinnahmen).

In vielen Fällen bleibt auch die pauschale Beihilfe bestehen, sofern sie bereits während des aktiven Dienstes genutzt wurde.

Sollten Sie jedoch zuvor PKV versichert gewesen sein, ist ein Wechsel zurück in die GKV nach dem Eintritt in den Ruhestand meist nicht mehr möglich.