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Was kostet eine private Krankenversicherung für Beamtenanwärter?

Kostenloser Krankenversicherungsvergleich für Beamte

Was kostet eine private Krankenversicherung für Beamtenanwärter?

Lehrerin steht vor grüner Tafel

Sie werden Anwärter oder Starten ins Referendariat und fragen sich, was eine private Krankenversicherung für Beamtenanwärter kostet?

Diese Frage lässt sich pauschale zwar nicht beantworten, jedoch möchte ich Ihnen in diesem Artikel zahlreiche Beispiele in Bezug auf die Kosten der privaten Krankenversicherung (PKV) von Beamtenanwärtern geben und Ihnen alle Details dazu erläutern.

Durch einen Krankenversicherungsvergleich können Sie sich jederzeit Ihre individuellen Kosten der PKV während der Anwärterzeit kostenlos und unverbindlich errechnen lassen.

Mein Name ist Sven Bruns. Ich bin im Bereich der privaten Krankenversicherung für Beamte, Beamtenanwärter und Referendare inzwischen seit über 18 Jahren tätig. Sollten bei Ihnen während des Lesens Fragen aufkommen, schreiben Sie mir gerne eine E-Mail an svenbruns@versicherungsvergleich-beamte.de.


Wonach errechnen sich die Kosten einer privaten Krankenversicherung für Beamtenanwärter?

Die Kosten für die private Krankenversicherung für Beamtenanwärter und Referendare errechnen sich nach vier Kriterien:

  • Ihr Alter beim Einstieg in die PKV
  • Ihr Gesundheitszustand
  • Ihr Beihilfesatz und die entsprechende Beihilfeverordnung
  • Ihr gewünschter Leistungsumfang der PKV


Ihr Alter beim Einstieg in die PKV für Beamtenanwärter
Ihr Einstiegsalter spielt bei der Errechnung der Kosten einer privaten Krankenversicherung für Beamtenanwärter eine wichtige Rolle. Bei Anwärtern und Referendaren Privatversicherer vergünstigte Konditionen für die Dauer der Anwärterzeit. Diese werden allerdings in der Regel nur bis zum 39. Geburtstag gewährt. Sollten Sie während Ihrer Anwärterzeit 39 Jahre alt werden oder mit einem höheren Einstiegsalter als Beamtenanwärter starten, entfallen die „Ausbildungskonditionen“ und Sie müssen die vollen Beiträge für Beamte auf Probe zahlen.

Tipp:
Beachten Sie, dass zahlreiche Versicherer auch während der Anwärterzeit altersbedingte Beitragssteigerungen vorsehen. Der Versicherer legt im Vorfeld fest, bei welchen Altersklassen die Beiträge steigen. Erreichen Sie während der Zeit als Beamtenanwärter ein solches Alter steigt der Beitrag Ihrer privaten Krankenversicherung. Deshalb sollten Sie unbedingt vor dem Abschluss einer PKV prüfen, ob es während der Ausbildungszeit bei Ihnen zu altersbedingten Beitragssteigerungen kommt. In den späteren Volltarifen in der privaten Krankenversicherung für Beamte gibt es bei den meisten Gesellschaften solche altersabhängigen Mehrbeiträge nicht.

Ihr Gesundheitszustand
Medizinische Diagnosen der letzten Jahre stellen einen enorm bedeutenden Faktor bei der Berechnung der Kosten einer PKV für Anwärter dar. Durch „Vorerkrankungen“ können die Gesellschaften Mehrbeiträge in Form von Risikozuschlägen erheben.

Dafür bedarf es keiner schlimmeren Erkrankung, wie beispielsweise Diabetes oder eines Herzfehlers. Alle Erkrankungen, Verletzungen und Unfallfolgen der letzten Jahre spielen hier eine Rolle. In der Regel fragen die PKV-Gesellschaften im ambulanten Bereich 3 Jahre zurück (Besuche bei Hausärzten, Fachärzten und anderen Behandlern), in Bezug auf Krankenhausaufenthalte (von mindestens einer Nacht oder länger) 5 Jahre und bei Psychotherapien zwischen 3-10 Jahre (je nach Gesellschaft). Im Rahmen der sogenannten „vorvertraglichen“ Anzeigepflicht müssen Sie alle medizinischen Diagnosen, die in diesen Zeiträumen gestellt wurden angeben.

Somit sind beispielsweise auch schon Rückenverspannungen, ein Muskelfaserriss, eine Hauterkrankung, eine Schuheinlage, die Sie tragen, oder eine Allergie verpflichtend zur Angabe. Jede Diagnose wird daraufhin von der Versicherung bewertet und kann, wie oben geschildert, zu Mehrbeiträgen gegenüber den eigentlichen monatlichen Kosten führen. Die verschiedenen Gesellschaften bewerten dabei Diagnosen unterschiedlich. Somit ist es möglich, dass ein PKV-Unternehmen für bestimmte „Vorerkrankungen“ gar keine Mehrbeiträge verlangt, während eine andere Gesellschaft gleich einen beispielsweise 10 Prozent höheren Monatsbeitrag veranschlagt.

Durch eine anonyme Risikoanfrage bei den Krankenversicherungsgesellschaften lässt sich schon vor der Entscheidung herausfinden, wie hoch die realen Kosten für Sie unter Einbeziehung der medizinischen Diagnosen bei den einzelnen Versicherern sind. Somit erleben Sie bei einer späteren Antragstellung keine böse Überraschung in Form von deutlich höheren Kosten durch Risikozuschläge. Im Zuge eines unabhängigen Krankenversicherungsvergleichs führe ich für Sie gerne eine solche anonyme Risikoprüfung durch und nenne Ihnen Ihre individuellen PKV-Beiträge bei den einzelnen Gesellschaften.

Ihr Beihilfesatz und die entsprechende Beihilfeverordnung

Als Beamtenanwärter haben Sie einen Anspruch auf die individuelle Beihilfe. Die Beihilfe wird durch den Dienstherrn gewährt. Die Höhe richtet sich nach Ihrer Lebenssituation:

  • ledige und verheiratete Beamte mit bis zu einem Kind haben einen Beihilfeanspruch in Höhe von 50 Prozent
  • ab dem zweiten Kind steigt dieser auf 70 Prozent

Ausnahmen gibt es in den Bundesländern Hessen und Sachsen. In Hessen erhalten Beamte auf Widerruf (Beamtenanwärter und Referendare) generell einen Beihilfesatz von 70 Prozent. In Sachsen erhalten Beamte und Beamtenanwärter bereits ab dem ersten Kind einen Beihilfesatz von 70 Prozent und ab dem zweiten Kind steigt dieser sogar auf 90 Prozent.

Über eine private Krankenversicherung müssen Sie als Beamtenanwärter die Restkosten zur Beihilfe versichern.

Bei einem 50-prozentigen Beihilfeanspruch bedarf es somit einer Privatversicherung in Höhe der verbleibenden 50 Prozent.

Liegt Ihr Beihilfesatz bei 70 Prozent brauchen Sie nur 30 Prozent über eine PKV für Beamtenanwärter absichern. Dadurch sinken natürlich auch die Kosten der privaten Krankenversicherung, da die Absicherungshöhe geringer ist.

Ihr gewünschter Leistungsumfang
Bei den verschiedenen privaten Krankenversicherern für Beamtenanwärter unterscheiden sich die Leistungen deutlich. Zunächst gilt es einige Entscheidungen zu treffen, welche grundsätzlichen Leistungen Sie sich wünschen: Reicht Ihnen beispielsweise bei einem Krankenhausaufenthalt der gesetzliche Standard (Mehrbettzimmer mit Belegarzt) aus oder möchten Sie ein Ein- oder Zweibettzimmer mit privatärztlicher Versorgung?

Darüber hinaus gibt es auch deutliche Leistungsdifferenzen innerhalb der Tarifangebote der Versicherungen. Deshalb ist es für Sie wichtig die verschiedenen Bedingungswerke inhaltlich miteinander zu vergleichen und festzustellen, welcher Leistungsumfang am besten zu Ihren individuellen Wünschen und Bedürfnissen passt.

Durch einen Vergleich der privaten Krankenversicherungen für Beamtenanwärter erfahren Sie nicht nur, welche Kosten auf Sie zukommen, sondern die dazugehörigen Leistungen der einzelnen Tarife werden für Sie gegenübergestellt. Einen solchen PKV-Vergleich können Sie sich hier kostenlos anfordern.

Beispielberechnungen für die Kosten einer privaten Krankenversicherung für Beamtenanwärter

Anhand einiger Beispiele möchte ich Ihnen die Kosten der PKV für Beamtenanwärter aufzeigen.

Beispiel 1:
Nadine beginnt in Kürze Ihre Lehramtsanwärterzeit in NRW. Sie ist 23 Jahre alt und auf der Suche nach einer privaten Krankenversicherung für das Referendariat. Da sie kinderlos ist, liegt ihr Beihilfeanspruch bei 50 Prozent.

Eine private Krankenversicherung für Lehramtsreferendare sie für rund 77 Euro – 137 Euro im Monat.

Beispiel 2:
Pia ist 35 Jahre alt und steht unmittelbar vor dem Beginn ihrer Beamtenlaufbahn in Baden-Württemberg. Sie hat bereits zwei Kinder und somit einem Beihilfeanspruch von 70 Prozent.

Die Kostenspanne für eine private Krankenversicherung für Anwärter liegt bei Pia zwischen rund 80 Euro – 146 Euro pro Monat.

Beispiel 3:
Thomas ist 28 Jahre alt und startet in wenigen Monaten seine Anwärterzeit in Bayern. Er hat keine Kinder und damit einen Beihilfesatz von 50 Prozent.

Auf Thomas kommen Kosten für eine private Krankenversicherung für Beamtenanwärter in Höhe von ca. 81 Euro – 167 Euro monatlich zu.

Die Beitragsspannen ergeben sich je nach Wahl des Tarifes. Kostenintensivere Tarife bieten häufig ein höheres Leistungsniveau, wobei dies nicht generell der Fall sein muss. Aus diesem Grunde ist es immer wichtig die Kosten und Vertragsinhalte zu vergleichen. In allen obigen Kostenberechnungen ist bereits bei einem stationären Krankenhausaufenthalt die Unterbringung in einem Einbettzimmer mit privatärztlicher Versorgung und der Beihilfeergänzungstarif eingerechnet. Zudem bin ich davon ausgegangen, dass keine „Vorerkrankungen“ vorliegen.

Was kostet die gesetzliche Krankenkasse für Beamtenanwärter?

Als Beamtenanwärter haben Sie auch die Möglichkeit in einer gesetzlichen Krankenkasse (GKV) zu verbleiben.

Bei der gesetzlichen Krankenkasse gelten andere Kriterien zur Ermittlung der Kosten:

  • Ihre Besoldung und weitere Einnahmen (wie z.B. Mieteinnahmen)
  • der Beitragssatz Ihrer gesetzlichen Krankenkasse
  • wird durch Ihren Dienstherrn die pauschale Beihilfe angeboten?

Ihre Besoldung und weitere Einnahmen
Die Grundlage zur Ermittlung des Krankenkassenbeitrags in der gesetzlichen Krankenkasse basiert auf Ihren Einnahmen. Dazu zählt die Besoldung, aber auch weitere Einnahmen, wie beispielsweise Mieteinnahmen oder Dividendenzahlungen müssen berücksichtigt werden.

Ihr Beitragssatz zur gesetzlichen Krankenkasse
Zwar ist der grundlegende Beitrag bei allen gesetzlichen Krankenkassen identisch, jedoch unterscheiden sich die Zusatzbeiträge. Aus diesem Grund ist der gesamte GKV-Beitrag Ihrer gesetzlichen Krankenkasse als Berechnungsgrundlage für die Kosten bedeutend.

Wird in Ihren Dienstherrn die pauschale Beihilfe angeboten?
Es gilt zu unterscheiden, ob Sie in der gesetzlichen Krankenkassen die vollen Kosten aus der eigenen Tasche tragen müssen oder Ihr Dienstherr 50 Prozent der Beiträge zur GKV übernimmt.

Den 50-prozentigen Zuschuss, wie bei einem Arbeitnehmer, gibt es allerdings nur in acht Bundesländern. Dieser wird pauschale Beihilfe bezeichnet.

In den Bundesländern Baden-Württemberg, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Niedersachsen, Thüringen und Sachsen besteht ein Anspruch auf die pauschale Beihilfe. Für Bundesbeamte und in allen anderen Bundesländern gibt es keinen Zuschuss zu den gesetzlichen Krankenkassenbeiträgen durch den Dienstherrn.

Führen wir die obigen Beispiele fort und schauen, welche Kosten in einer gesetzlichen Krankenkasse aufkommen würden:

Beispiel 1:
Nadine verdient in Ihrem Lehramtsreferendariat als Gymnasiallehrern 1.583,28 Euro monatlich. In NRW wird die pauschale Beihilfe nicht angeboten. Somit muss die Referendarin die gesamten Kosten zur gesetzlichen Krankenkasse tragen.

1.583,28 Euro x 17,5 Prozent = 277,07 Euro GKV-Beitrag pro Monat

(Beispiel Techniker Krankenkasse + Pflegepflichtversicherung)

In der privaten Krankenversicherung würden die Kosten 77 Euro – 137 Euro liegen. Somit bietet sich für Nadine eine private Krankenversicherung für Beamtenanwärter an, da Sie monatlich rund 140 Euro – 200 Euro weniger bezahlt, als in der gesetzlichen Krankenkasse.

Beispiel 2:
Pia verdient während Ihrer Anwärterzeit beim Finanzamt in Baden-Württemberg 1.398,78 Euro. In Baden-Württemberg wird die pauschale Beihilfe angeboten, sodass der Dienstherr sich mit 50 Prozent am GKV-Beitrag beteiligt. Zudem ist ihr Beitrag zur Pflegepflichtversicherung in der GKV etwas günstiger gegenüber dem von Nadine aus dem ersten Beispiel, da Pia zwei Kinder hat.

1.398,78 Euro x 9,3 Prozent = 130,09 Euro GKV-Beitrag im Monat

(Beispiel Techniker Krankenkasse + Pflegepflichtversicherung)

Die private Krankenversicherung für Beamtenanwärter kostet Pia zwischen 80 Euro – 146 Euro im Monat. Je nach Wahl des Tarifes ist hier der Beitragsunterschied geringer, allerdings profitiert Pia bei der Entscheidung für eine PKV vom deutlichen Leistungsplus der privaten Krankenversicherungen (z.B. bei einem Krankenhausaufenthalt Einbettzimmer mit privatärztlicher Versorgung gegenüber dem Mehrbettzimmer mit Belegarzt in der gesetzlichen Krankenkasse. Hinzu kommen den Privattarifen für Beamtenanwärter beispielsweise die Kostenübernahme für Brillen und Kontaktlinsen, Heilpraktiker Leistungen, etc.).  

Beispiel 3:
Thomas Besoldung liegt während der Anwärterzeit in Bayern (Besoldungsgruppe A11) bei einer monatlichen Besoldung von 1.413,85 Euro. In Bayern gibt es keine pauschale Beihilfe.

1.413,85 Euro x 17,5 Prozent = 247,42 GKV-Beitrag im Monat

(Beispiel Techniker Krankenkasse + Pflegepflichtversicherung)

Die PKV für Beamtenanwärter kostet Thomas zwischen 81 Euro -167 Euro. Hier ergibt sich für den zukünftigen Beamten auf Widerruf eine deutliche Ersparnis beim Wechsel in eine private Krankenversicherung für Beamtenanwärter 80 Euro – 166 Euro von pro Monat.

Wie hoch sind die Kosten für Beamtenanwärter in der privaten Krankenversicherung bei einer späteren Verbeamtung auf Probe?

Mit der Verbeamtung auf Probe entfallen die vergünstigten Anwärterkonditionen in der privaten Krankenversicherung und es erfolgt die Umstellung auf den Volltarif.

Schauen wir uns anhand unserer drei Beispiele die Kosten der privaten Krankenversicherung für Beamte nach der Anwärterzeit an.

Beispiel 1:
Nadine hat inzwischen ihre „Ausbildungszeit“ beendet und ist jetzt Beamtin auf Probe. Sie ist jetzt 25 Jahre alt und Ihre Besoldung als Gymnasiallehrerin in NRW beläuft sich auf 4.588,30 Euro im Monat (A13 Vollzeit). Ihr Beihilfesatz liegt unverändert bei 50 Prozent.

Der Beitrag in der privaten Krankenversicherung für Beamte nach der Anwärterzeit liegt zwischen 261 Euro – 380 Euro im Monat (je nach Tarifwahl).

Im Vergleich dazu würde sie in der gesetzlichen Krankenkasse 802,95 Euro monatlich (4.588,30 Euro X 17,5 Prozent GKV-Beitrag – Beispiel TK – plus Pflegeversicherung) zahlen und zwischen 422 Euro – 541 Euro im Monat durch die Wahl einer PKV für Beamte sparen.

Beispiel 2:
Pia ist nach Ihrer Anwärterzeit 37 Jahre alt und wird in die Besoldungsgruppe A10 (Stufe 1) als Beamte auf Probe eingestuft. Sie verdient in Zukunft 3.245,03 Euro als Beamtin auf Probe in Baden-Württemberg im Monat. Ihr Beihilfesatz liegt unverändert durch ihre beiden Kinder bei 70 Prozent.

Nach Ihrer Zeit als Beamtenanwärterin zahlt sie in einer privaten Krankenversicherung für Beamte 219 Euro -300 Euro (je nach Tarifwahl).

In der gesetzlichen Krankenkasse kommt durch die pauschale Beihilfe in Baden-Württemberg der 50-prozentige Zuschuss durch den Dienstherrn zum Tragen.

3.245,03 x 9,3 Prozent = 301,79 Euro GKV-Beitrag im Monat

Je nach Tarifwahl in der PKV spart sie 82 Euro monatlich oder die private Krankenversicherung ist kostenmäßig identisch, dafür hat sie allerdings in der Regel einen absoluten Hochleistungstarif, der nicht mit den Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen vergleichbar ist.

Beispiel 3:
Thomas ist jetzt 30 Jahre alt und startet setzt seine Laufbahn als Beamter auf Probe in Bayern fort. Seine Besoldungshöhe beläuft sich zukünftig auf 3.634,40 Euro monatlich (A11, Stufe 3). Da Thomas kinderlos ist, bleibt sein Beihilfesatz bei 50 Prozent.

Die Monatsbeiträge für eine PKV belaufen sich nach seiner Anwärterzeit auf ca. 277 Euro – 380 Euro. In Bayern wird keine pauschale Beihilfe angeboten. Dadurch liegt sein GKV-Beitrag bei 636,02 Euro im Monat (Beispiel Techniker Krankenkasse + Pflegepflichtversicherung). Thomas spart durch die Entscheidung für eine private Krankenversicherung zwischen 256 Euro – 359 Euro im Monat.

Bei den Berechnungen der Kosten für die PKV habe ich auch hier grundsätzlich ein Einbettzimmer mit privatärztlicher Behandlung bei einem Krankenhausaufenthalt und den Beihilfeergänzungstarif mit in die Kosten eingerechnet. Die Beitragsspannen ergeben sich erneut je nach Wahl des Tarifes und der Gesellschaft.

Tipp:
Achten Sie bei der Entscheidung für eine private Krankenversicherung für Beamtenanwärter nicht nur auf die Kosten des Anwärtertarifes, sondern werfen Sie von Beginn an auch einen Blick über den Tellerrand. Die meiste Zeit Ihrer Laufbahn werden Sie nicht Anwärter sein, sondern Beamter auf Probe und Lebenszeit. Somit sind natürlich besonders die späteren Kosten der Krankenversicherungen nach der Ausbildungszeit sehr bedeutend. Zwar können Sie diese noch nicht exakt voraussagen für die Zukunft, jedoch lassen sich im Zuge eines Vergleichs die aktuellen Beiträge im Volltarif für Beamte auf Probe errechnen.

Leider gibt es „Locktarife“, die mit günstigen Prämien für die Anwärter hervorstechen, jedoch mit der Verbeamtung auf Probe im Marktvergleich unverhältnismäßig teuer werden. Deshalb berücksichtigen wir im Krankenversicherungsvergleich für Beamtenanwärter auch schon die Kosten der Volltarife, sodass Sie von Beginn an den langfristigen Blick aus heutiger Sicht im Auge haben. 

Meine Empfehlung

Die Kosten der privaten Krankenversicherung für Beamtenanwärter lassen sich leider nicht pauschal benennen. Nur anhand von Beispielen (siehe oben) lässt sich ein Rahmen abstecken, mit welchen Beiträgen während der Anwärterzeit zu rechnen ist.

Oftmals kommt jedoch noch ein Mehrbeitrag in Form eines Risikozuschlags aufgrund von medizinischen Diagnosen der letzten Jahre hinzu. Aus diesem Grund ist es sehr empfehlenswert vor der Entscheidung für eine private Krankenversicherung als Beamtenanwärter alle individuellen Kriterien im Rahmen eines unabhängigen Krankenversicherungsvergleichs im Hinblick auf die Kosten einrechnen zu lassen. Nur so können Sie die Kosten und Leistungen der verschiedenen PKV-Angebote für Beamtenanwärter wirklich miteinander vergleichen. Gerne erstelle ich Ihnen eine solchen Vergleich kostenlos und unverbindlich.

In Einzelfällen kann sogar der Verbleib in der gesetzlichen Krankenkasse während der Anwärterzeit sinnvoll sein. Dies ist allerdings in der Regel nur empfehlenswert, wenn bestimmte medizinische Diagnosen zu massiven Mehrbeiträgen führen und die pauschale Beihilfe vom Dienstherrn angeboten wird.

Grundsätzlich lässt sich festhalten, dass die private Krankenversicherung für Beamtenanwärter in vielen Fällen eine hervorragende Wahl ist. Doch nochmals der Hinweis: Diese Aussage gilt niemals pauschal. Es ist unablässig die ganz persönliche Situation unabhängig bewerten zu lassen.

Ich hoffe, dieser Artikel hat Ihnen weitergeholfen.

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit und bleiben Sie bitte gesund. Ihr

Sven Bruns

Bitte beachten Sie, dass alle Inhalte, Berechnungen und sonstige Angaben gewissenhaft recherchiert wurden. Dennoch kann ich leider keine Gewähr für die Korrektheit geben. Es kann immer zu Änderungen beispielsweise im Bedingungswerk und in den Beihilfeverordnungen des Bundes und der Bundesländer kommen. Deshalb sind die exakten Bedingungen immer in jedem Vertragswerk / Bedigungswerk festgehalten. Es empfielt es sich zu Ihrer Sicherheit in den Vertragsbedingungen und der entsprechenden Beihilfeverordnung nachzulesen. Der Text richtet sich ausdrücklich an alle Geschlechter. Einzig aufgrund der besseren Lesbarkeit verwende ich im Text das Maskulinum „Beamter“ oder  „Beamte“. Sollten Sie an einer bestimmten Stelle einen Verbesserungsvorschlag haben, kommen Sie gerne auf mich zu.

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Sven Bruns

Als Experte für Versicherungen für Beamte, teile ich mein Wissen, um Ihnen bei wichtigen Entscheidungen zu helfen.

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