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Muss ich mich als Beamter privat krankenversichern?

Nein – du musst dich als Beamter nicht privat krankenversichern. Der Verbleib in der gesetzlichen Krankenkasse ist möglich. Trotzdem entscheiden sich die meisten Beamten für eine PKV. Einen vollständigen Überblick zu diesem Thema findest du in meinem Hauptratgeber zur privaten Krankenversicherung für Beamte – dort erfährst du auch, warum die individuelle Beihilfe des Dienstherrn die Kosten so stark senkt, dass die PKV in den meisten Fällen günstiger ist.

Ob das auch für dich gilt, hängt von deinem Bundesland, deinem Familienstand und deinem Gesundheitszustand ab. In meinen 19 Jahren als PKV-Spezialist für Beamte habe ich über 8.000 Beamte bei genau dieser Entscheidung begleitet – in diesem Artikel zeige ich dir, worauf es wirklich ankommt.

Geschätzte Lesezeit: 2 Minuten
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Sven Bruns

PKV-Beamtenspezialist
19 Jahre Erfahrung | 8.000+ versicherte Beamte
★ 4,97/5 · 305 Bewertungen (ProvenExpert)


Inhaltsverzeichnis
Das Wichtigste auf einen Blick
  • Als Beamter bist du nicht zur PKV verpflichtet — die GKV ist möglich.
  • Dein Dienstherr übernimmt über die Beihilfe 50–70 % deiner Krankheitskosten — dadurch ist die PKV oft günstiger.
  • In 9 Bundesländern gibt es einen Zuschuss auch für GKV-versicherte Beamte (pauschale Beihilfe).
  • Dein Gesundheitszustand beeinflusst, zu welchem Beitrag dich eine PKV aufnimmt — auch ausgeheilte Diagnosen zählen.

Wahlrecht: Warum Beamte bei der Krankenversicherung eine Sonderrolle spielen

Angestellte können sich nur privat versichern, wenn ihr Einkommen die Versicherungspflichtgrenze übersteigt. Als Beamter hast du diese Wahl unabhängig von deinem Einkommen – vom ersten Tag der Verbeamtung an.

Der Grund: Dein Dienstherr übernimmt über die Beihilfe einen direkten Anteil deiner Krankheitskosten. Dadurch brauchst du keine Vollversicherung – sondern nur eine PKV, die den Rest abdeckt. Dies ist ein klarer Vorteil für jeden im Beamtenstatus.

Pauschale Beihilfe – wer bekommt einen GKV-Zuschuss?

In neun von 16 Bundesländern gibt es die pauschale Beihilfe, einen Zuschuss des Dienstherrn auch für GKV-versicherte Beamte:

Baden-Württemberg, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Niedersachsen, Sachsen, Schleswig-Holstein und Thüringen.

In den übrigen sieben Bundesländern trägst du den vollen GKV-Beitrag selbst. Dein Dienstherr zahlt nichts dazu.

→ Alles zur GKV für Beamte liest du hier: Beamte in der gesetzlichen Krankenkasse

Kostenfaktor: Wie Beihilfe und PKV zusammenspielen

Entscheidest du dich für die PKV, übernimmt die Beihilfe deinen individuellen Anteil — mindestens 50 %, ab dem zweiten Kind oder als Pensionär bis zu 70 % (Ausnahmen Hessen und Sachsen). Nur den verbleibenden Rest sicherst du über deine PKV ab.

Der PKV-Beitrag hängt nicht von deinem Einkommen ab, sondern von deinem Einstiegsalter, deinem Beihilfesatz, deiner Beihilfeverordnung und deinem Gesundheitszustand.

→ Wie viel du konkret zahlst: Was kostet eine private Krankenversicherung für Beamte

Was Online-Vergleichsrechner dir nicht zeigen


Ich bin gesund“ — das höre ich täglich in meinen Beratungsgesprächen, und das stimmt in den meisten Fällen auch.

Aber die PKV fragt beispielsweise nach ambulanten Behandlungen der letzten 3 Jahre und Krankenhausaufenthalten der letzten 5 Jahre. Dabei kommen Dinge zum Vorschein, die längst vergessen oder unwichtig schienen: z.B. eine Rückenbehandlung beim Physiotherapeuten, Heuschnupfen, eine Sportverletzung. Ob längst ausgeheilt oder nicht, spielt dabei keine Rolle. Welche Angaben dabei relevant sind, liest du hier: Welche Gesundheitsangaben sind bei einer PKV wichtig?

Jede PKV bewertet das anders. Ein Versicherer verlangt einen Aufschlag, der andere nicht. Diesen Unterschied zeigt dir kein Portal. Deshalb empfehle ich vor jeder Entscheidung eine anonyme Risikoprüfung. Du weißt dann vorab, zu welchem Beitrag dich die jeweilige Gesellschaft aufnimmt.

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Entscheidungshilfe: PKV mit Kindern – lohnt sich das?

Ab dem zweiten Kind steigt dein Beihilfeanspruch auf 70 % – Kinder selbst haben sogar einen Anspruch von 80 % (Ausnahmen: Sachsen und Hessen). Ob du deine Kinder privat versichern musst oder beitragsfrei in der GKV-Familienversicherung beim Partner lassen kannst, hängt von deinem Einkommen, Familienstand und Bundesland ab.

→ Alle Details: Kinder von Beamten — PKV oder GKV?

Fazit: So triffst du die richtige Entscheidung

Du weißt jetzt: Es gibt keine gesetzliche Pflicht, in die private Krankenversicherung zu wechseln – du hast das Wahlrecht. Doch auch wenn du nicht „musst“, entscheiden sich über 90 % der Beamten in Bund und Ländern aufgrund des individuellen Beihilfe-Systems für die PKV. (Quelle: PKV-Verband)

Damit du nicht nur die rechtliche Lage kennst, sondern auch das für dich beste System findest, habe ich alle Details zu Leistungen, Tarifen und dem optimalen Wechsel in meinem Hauptratgeber zusammengefasst.

➔ Wirst du noch Beamtenanwärter? Für dich gelten vergünstigte Anwärtertarife, die sich nach der Verbeamtung auf Probe anpassen. Was das konkret bedeutet, erklärt der Ratgeber zur PKV für Beamtenanwärter

Häufig gestellte Fragen

Nein. Als Beamter kannst du frei zwischen PKV und GKV wählen – unabhängig von deinem Einkommen. Die meisten entscheiden sich für die PKV, weil die individuelle Beihilfe die Kosten deutlich senkt.

Die individuelle Beihilfe steht allen Beamten zu und richtet sich nach Familienstand und Kinderzahl (50–70 %). Die pauschale Beihilfe ist ein Zuschuss speziell für GKV-versicherte Beamte und nur in neun von 16 Bundesländern verfügbar.

→ Alles zur Beihilfe: Was ist die Beihilfe für Beamte?

Ja  der Wechsel ist direkt mit Beginn der Verbeamtung möglich. Als Beamtenanwärter und im Referendariat gelten besondere Anwärtertarife mit deutlich günstigeren Beiträgen. Eine anonyme Risikoprüfung klärt vorab, zu welchen Konditionen du aufgenommen wirst.

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Sven Bruns
Dein Beamtenspezialist

Ich bin Sven Bruns, unabhängiger PKV-Spezialist für Beamte, Beamtenanwärter und Referendare. Mit 19 Jahren Erfahrung habe ich über 8.000 Beamte bei der Wahl ihrer privaten Krankenversicherung begleitet. Meine Kunden schätzen meine Erreichbarkeit (5,0), Fachkompetenz (4,99) und meinen Erklärungsfokus (4,99) – wie die 305 Bewertungen auf ProvenExpert zeigen.